Baustellen-Einrichtung: Was brauche ich wofür genau?

Die Baustelleneinrichtung ist die Phase der Vorbereitung auf das eigentliche Bauen: Sie stellen jetzt alle nötigen Ressourcen zur Verfügung. Beachten Sie, dass die Sicherheit auf der Baustelle immer Priorität hat! Aber was genau brauchen Sie?

Baustellen Einrichtung

Die Baustellen-Einrichtung vorbereiten

Im Vorfeld Ihres Bauprojekts lassen Sie sicherheitshalber zuerest ein Bodengutachten anfertigen und gegebenenfalls Altlasten befreien. Im weiteren Schritt sorgen Sie dafür, dass Bäume und Sträucher entfernt werden oder ein entsprechender Schutz um die Pflanzen angebracht wird. Im nächsten Schritt holen Sie die benötigten Genehmigungen ein und besichtigen den Bauplatz. In einem maßstabsgetreuen Flächennutzungsplan legt die Bauleitung fest, was wo einzurichten ist. Danach nimmt ein Vermesser oder eine Vermesserin die Absteckungen vor.

Im Anschluss wird die Baustelle eingerichtet. Was genau Sie benötigen, hängt von der Bauphase ab. Zur Infrastruktur gehört, dass Sie Zufahrtswege, Rettungs- und Fluchtwege sowie Durchfahrt- und Wendemöglichkeiten bedenken und gegebenenfalls kennzeichnen. Lagerflächen und Bearbeitungsplätze müssen bereit sein.

Sie benötigen außerdem einige Geräte: Um die Sicherheit auf der Baustelle zu gewährleisten, sollten Sie ein Gerüst mieten. Außerdem werden Bagger und Kran benötigt sowie Wasser- und Betonpumpen. Eventuell sollten Sie für einen Bauaufzug sorgen. Kran, Bagger und andere eventuell benötigte Geräte müssen Sie nicht kaufen, die stellt eine Baumaschinenvermietung bereit.



Baustellen-Gebäude vorbereiten

Zwar geht es bei der Baustelleneinrichtung darum, die Errichtung von Gebäuden vorzubereiten. Aber ein paar Baustellen-Gebäude benötigen Sie im Vorfeld schon. Sorgen Sie für Lagerräume, damit Baustoffe, Hilfsstoffe und Werkzeuge diebstahlgeschützt bereitgestellt werden können. Das Bauteam sollte einen Aufenthaltsraum zur Verfügung haben, außerdem wird ein Baustellenbüro benötigt (Bauwagen mobil oder Baucontainer mit Klima- und Heizgerät). Sanitäranlagen und Toiletten müssen ebenfalls vorhanden sein. Da das Wetter nicht immer mitspielt, muss ein Witterungsschutz bereitstehen. Auch zum eventuellen Abdecken des Rohbaus benötigen Sie Abdeckfolien.

Auf der Baustelle werden außerdem Wasser und Energie benötigt. Eventuell müssen Generatoren für die Energieversorgung bereitgestellt werden, wenn kein direkter Baustrom zur Verfügung steht. Gas ist möglicherweise auch nötig. Sorgen Sie für die fachgerechte Entsorgung der Bauabfälle (Bauabfall-Container) und auch für ausreichend Kommunikationsmöglichkeiten für Ihr Bauteam.


Baugerüst für den Rohbau
Wichtig beim Bau eines Hauses ist das Baugerüst - zum flüssigen und sicheren Arbeiten für das Bauteam.

Die Baustellen-Verordnung schreibt Maßnahmen vor

Wie genau eine ordnungsgemäße Baustelleneinrichtung aussieht, schreibt die Baustellenverordnung (kurz BaustellV) vor. Niemand darf am Bau zu Schaden kommen, Sicherheit und Gesundheit der Arbeitenden stehen an oberster Stelle. Die Verkehrssicherungspflicht befasst sich damit, dass alle Beteiligten die Baustelle unversehrt verlassen können. Das bedeutet: Unbefugte dürfen keinen Zutritt haben. Das Arbeitsschutzgesetz, kurz ArbSchG, schreibt vor, dass die Arbeitsbedingungen so zu gestalten sind, dass es keine Unfallrisiken gibt. Und die Arbeitsstättenverordnung, kurz ArbStättV) befasst sich mit Erste-Hilfe-Material und Sanitäranlagen, die auf der Baustelle ebenfalls vorhanden sein müssen. Außerdem müssen Sie Flucht- und Rettungswege einrichten.

All diese Maßnahmen sollten vorab studiert werden, denn es drohen auch Strafen bei Nichteinhaltung der Baustellen-Einrichtungen. Sprechen Sie auch mit einem Versicherungsfachmann über eine Baustellenversicherung bzw. Bauherrenversicherung, die Sie bei einem Unfall oder bei Schäden absichert.

Baustellen Sicherung mit Beleuchtung
Wenn die Baustelle an einer Straße liegt, ist zu prüfen, ob eine Sicherheitsbeleuchtung für die Nacht notwendig ist, um Unfällen vorzubeugen.

Die Baustellen-Sicherung: Zäune, Schilder und Beleuchtung

Damit die Baustelle nicht von Unbefugten betreten werden kann, muss sie mit Bauzäunen gesichert werden. Die entsprechende Beschilderung weist auf die möglichen Gefahren hin. Damit das Bauteam sich auch bei schlechten Sichtverhältnissen gut über das Gelände bewegen kann, benötigen Sie eine Beleuchtung. Witterungsschutz, Schutz für Leitungen und Brandschutz sollten selbstverständlich auch bedacht werden. Achten Sie auf den Baum-, Gewässer- und Pflanzenschutz. Für die Arbeiter und Arbeiterinnen muss Schutzausrüstung bereitstehen. Dafür sorgt allerdings häufig die von Ihnen beauftragte Baufirma, falls Sie nicht in Eigenleistung bauen. Schnell erreichbare Erste-Hilfe-Ausstattung nicht vergessen! Idealerweise legen Sie der eine Liste mit wichtigen Telefonnummern bei für den Fall, wenn ein Krankenwagen oder Rettungshubschrauber benötigt werden sollte.

Fazit: Baustelleneinrichtung sorgfältig nach Checkliste vornehmen

Zur Baustelleneinrichtung gehört, dass alle benötigten Materialien und Baustoffe weitestgehend bereitgestellt werden. Lagermöglichkeiten, Geräte und die Strom- und Wasserversorgung müssen vorhanden sein. Außerdem sorgen Sie für die Sicherheit aller Arbeitenden. Deshalb ist es wichtig, vorab diese Dinge sorgfältig mittels eine Checkliste abzuarbeiten. Hier können Sie eine Checkliste für die Baustellen-Einrichtung als Pdf herunterladen die bereitgestellt wird von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Bauabsperrungen verhindern unbefugten Zutritt
Gute Baustellen-Absperrungen sorgen für die Sicherheit auf der Baustelle und verhindern Unbefugten den Zutritt. Denken Sie auch an spielende Kinder und an möglichen Diebstahl von Baumaterialien und Werkzeugen.

(Alle Bilder: www.pixabay.com)


  Weitere Baupraxis Themen

Interessante Beiträge aus anderen Themenbereichen von BauPraxis:

  BauPraxis Link Tipp:

Solarthermie auf dem Dach: so attraktiv wie noch nieSolarthermie auf dem Dach: so attraktiv wie noch nie

Nicht kleckern, sondern klotzen! Nach diesem Motto hat die Bundesregierung mit dem „Klimaschutzprogramm 2030“ ihre Förderung von umweltfreundlichem und effizientem Heizen auf ein ganz neues Niveau gehoben. Solarthermie punktet als echtes Multitalent!






Drucken E-Mail


BauPraxis und seine Werbepartner brauchen für einzelne Coockies und Datennutzungen Ihre Einwilligung, um Inhalte und Anzeigen individuell zu gestalten. Mit Klick auf "Akzeptieren" sind Sie einverstanden. Vielen Dank! Sie können auch ablehnen, wobei dann BauPraxis eventuell nicht optimal funktioniert.