Ein Zweifamilienhaus bauen: Die Planung ist das A und O

Die Gründe zum Bau eines Zweifamilienhauses können verschieden sein. In diesem Artikel geht es um die Vorbereitungen zum Bau eines Mehrfamilienhauses.

Fingerhaus FAMILY mit zwei Wohneinheiten
Foto: fingerhaus.de

In Deutschland machen die Grundstückspreise etwa ein Drittel – in manchen Gegenden sogar fast die Hälfte – der Baukosten aus. Daher möchten die Bauherren den Nutzen für die Immobilie auf ein Maximum steigern. Eine tolle Möglichkeit, die Familienmitglieder zusammen zu halten bietet sich hier, indem über die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses nachgedacht wird. Auch die Kombination aus einem Mietobjekt und einem Eigenheim ist dabei besonders gut umzusetzen. So ergibt sich auf demselben Grundstück die doppelte Wohnfläche und im besten Fall kann durch Vermietung von Objektteilen sogar noch ein Gewinn erzielt werden. Die Errichtung dieser Art der Objekte gestaltet sich in den meisten Regionen Deutschlands recht einfach und auch das Genehmigungsverfahren verläuft meist unproblematisch. In diesem Artikel geht es um die Vorbereitungen zum Bau eines Mehrfamilienhauses.

Die Entscheidung für ein Zweifamilienhaus ist gefallen

Die Gründe, sich für ein Zweifamilienhaus zu entscheiden, können verschieden sein: Für die einen liegt der familiäre Aspekt im Vordergrund, die einen möchten den zusätzlichen Teil an Fremde vermieten und für die anderen ist der Grund die Eigennutzung aus gewerblichen Zwecken.

Der vielleicht schönste Grund, ein Zweifamilienhaus zu bauen, liegt an dem Vorhaben, es als Mehrgenerationenhaus nutzen zu wollen. Die Vorstellung, mit den Menschen zusammen zu leben, die sie gern haben, ist für viele die Erfüllung eines Traumes. Das Mehrgenerationenhaus beruht auf dem Gegenseitigkeitsprinzip, dies sieht verschiedenste Hilfen vor, damit der Alltag der Familienmitglieder, die zusammen das Haus gemeinsam bewohnen, vereinfacht wird. Diese Aufgaben reichen von dem einfachen Einkauf für die älteren Mitglieder der Familie, bis hin zu der Beaufsichtigung der Kinder.

So vielfältig die zukünftigen Aufgaben sein können, so unterschiedlich kann die Planung des Hauses für die zukünftigen Bewohner sein. Machen Sie sich also im Vorfeld darüber klar, welche Generationen später in dem Haus wohnen sollen. Die Anzahl der Räume je Wohneinheit spielt dabei eine große Rolle und auch, ob die Küche getrennt oder gemeinsam genutzt werden soll, welches Energiekonzept im Haus in Bezug auf Heizung und Warmwasser eingesetzt werden soll. Auch die Barrierefreiheit des Hauses ist für die älteren Bewohner und für Sie selbst später ein nicht zu unterschätzendes Thema. Bei der Planung des Zweifamilienhauses ist daher eine niedrige Bodenschwellen im Terrassenbereich und eine bodentiefe Dusche zu berücksichtigen.

Die Vorteile eines Zweifamilienhauses im Klartext

Natürlich bietet sich in der Planungsphase des Baues an, Konfliktpotenziale, die in einem Haus entstehen können, wenn es von mehreren Parteien bewohnt wird, im Vorfeld in der Planung zu berücksichtigen, um sie dadurch zu vermeiden. So können Nachteile, die auf den ersten Blick als möglich erscheinen, in Vorteile umgewandelt werden. Wie bereits angesprochen, ist die gegenseitige Hilfe bei der Betreuung ein klares Plus, auch können Einsparungen bei den Heizkosten durch das Wand-an-Wand Prinzip entstehen, dazu kommt die Gartenarbeit, an der man gemeinsam Freude haben kann und um eines der größten Pluspunkte am Schluss zu nennen, die Haus- und Grundstückskosten werden hier von allen Parteien gemeinsam getragen.

Bei der Entscheidung, ein Mehrfamilienhaus im Sinne des Mehrgenerationenhauses zu bauen, oder die Planung für ein Haus mit Einliegerwohnung zu realisieren, sollten alle wichtigen eben genannten Faktoren Berücksichtigung finden. Dann steht dem Traum vom Eigenheim, das die ganze Familie unter einem Dach vereint, nichts im Wege.

Bauplanung - wichtigste Vorarbeit eines Hausbaus
Foto: pixabay.com



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