Die Nebenkosten beim Hausbau kennen und einkalkulieren

Ein Haus zu bauen ist der Traum vieler Menschen. Doch kann es ebenfalls eine große finanzielle Belastung sein. Daher sollten alle Kosten beim Hausbau bereits während der Planungsphase zusammengetragen und kalkuliert werden. Alle anfallenden Bau-Nebenkosten stellen wir Ihnen im Folgenden hier vor.

Modernes Neubauhaus fertiggestellt
Ein eigenes Haus zu bauen ist eine komplexe Angelegenheit. Auch die Nebenkosten stellen einen großen Anteil der Baukosten. Sie sollten im Vorfeld präzise kalkuliert werden. (Bild: Albert Klein, Pixabay.com)

Keine Kleinigkeit – mit diesen Ausgaben sollten Sie rechnen

Die Baunebenkosten sind alles andere als nebensächlich: Sie machen einen großen Teil der Gesamtausgaben für das Bauprojekt aus. Etwa 15 bis 20 Prozent der Kosten für den eigentlichen Hausbau kommen zusätzlich als Nebenkosten hinzu. Die Höhe hängt dabei von individuellen Gegebenheiten ab. Für eine solide Finanzierung müssen Sie präzise wissen, wie viel das Bauvorhaben insgesamt kosten wird. Ermitteln Sie daher frühzeitig auch die anfallenden Baunebenkosten. Die exakten Preise dazu finden Sie unter https://www.haus-bau-Blog.de/.

Diese Nebenkosten können oder werden anfallen:

Die Nebenkosten für das Grundstück

In der Regel findet man das neue Grundstück durch die Hilfe eines Maklers. Zusätzlich zum Grundstückspreis fällt dann eine Maklerprovision an. Zudem muss auf diese Provision eine Mehrwertsteuer gezahlt werden. Wer ein Grundstück kauft, muss ebenso die Grunderwerbsteuer entrichten. Diese variiert je nach Bundesland, am meisten zahlen dabei Käufer in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und im Saarland mit 6,5 Prozent.

Ebenso muss ein Notar den Kauf beglaubigen und sich um den Grundbucheintrag kümmern. Erst mit dem Grundbucheintrag geht das Eigentum an den Käufer über. Auch das Grundbuchamt berechnet Gebühren, so sichern Kreditinstitute die Finanzierung mit einer Grundschuld oder einer Hypothek ab. Diese Eintragung kostet beim Notar und Grundbuchamt ebenfalls Geld.

Die Baunebenkosten in der Bauvorbereitung

Auch in der Vorbereitungsphase zum Bau fallen schon Nebenkosten an. Diese betreffen notwendige Vorarbeiten, damit der Bau beginnen kann. Dazu gehören die Kosten für den Bauantrag, die Baugenehmigung und die Bauanzeige. Auch Kosten für die Erschließung des Grundstücks, für die Entsorgung des Bodenaushubs und für zusätzliche Erdarbeiten können anfallen. Sollte auf dem Baugrund noch ein anderes Gebäude stehen, dann müssen Sie zusätzlich mit Abrisskosten planen.

Genauso ist es, wenn auf dem Grundstück Bäume stehen und diese professionell gefällt werden müssen. Sollte das Grundstück noch nicht komplett erschlossen sein, dann sind Vermessungsarbeiten notwendig und in manchen Gemeinden ist man sogar dazu verpflichtet, vor Baubeginn einen Prüfstatiker zu bestellen, der die komplette Statik des Vorhabens noch einmal kontrolliert.

Der Bauablauf beginnt mit dem Aushub der Baugrube
Der Baubeginn startet mit dem Aushub der Baugrube. Bagger oder Radlader sollten deshalb während der Planung schon rechtzeitig vorab gebucht werden! (Bild: pixabay.com)

Die Baunebenkosten in der Bauphase

Während der Bauphase kann es zu weiteren Nebenkosten kommen, wie Bauzeitzinsen und Kosten für die fachkompetente Baubegleitung, einen qualifizierten Bauleiter oder ein Baugutachten. Manche Bauvorhaben werden durch Sachverständige begleitet, deren Arbeit wird anschließend nach Stunden abgerechnet. Für die gesamte Bauzeit können sich diese Ausgaben schnell in einem vierstelligen Bereich bewegen.

Die Baunebenkosten nach dem Hausbau

Auch nach dem Hausbau können weitere Kosten anfallen. Dazu gehören Ausgaben für den Bau von Außenanlagen: Eventuell soll noch eine Terrasse angelegt oder ein Zaun errichtet werden. Wird ein Haus schlüsselfertig übergeben, dann können ebenso weitere Arbeiten am Innenausbau erfolgen. Diese Kosten werden ebenfalls zu den Nebenkosten gezählt. Die Kosten für den Außen- und Innenausbau lassen sich jedoch gut im Vorfeld überschlagen.

Rohbau mit eingedecktem Dach
Während des Hausbaus ist eine Bauüberwachung und ein gutes Baumanagement durch den Bauleiter unverzichtbar. Diese Baunebenkosten werden meistens nach Stunden abgerechnet. (Bild: Talpa, Pixabay.com)

Versicherungskosten beim Hausbau

Während des Hausbaus sollten Sie sich gründlich absichern. Als Pflicht für die Bauphase zählen dabei vor allem die Bauleistungsversicherung, die Feuerrohbau- und Wohngebäudeversicherung sowie die Bauherren Haftpflichtversicherung. Die Bauleistungsversicherung greift bei unvorhergesehenen Schäden während der Bauphase. Dazu zählen beispielsweise Schäden durch höhere Gewalt oder Vandalismus.
Doch auch Material- oder Konstruktionsfehler sind abgesichert. Durch die anderen beiden Versicherungen sind Sie abgesichert, wenn es zu einem Brand kommt oder wenn Personen Schaden nehmen, die am Hausbau mitwirken. Viele Versicherer bieten diese Versicherungen als Gesamtpaket an.

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