Insektenschutz im Haus: Es muss nicht immer Chemie sein

Trinkwasser könnte in Zukunft deutlich teurer werden, da die Belastung des Grundwassers mit Nitraten immer stärkere Ausmaße annimmt.

Stechmücke (shutterstock)Bild: Stockfoto-ID 200494427:© mycteria/ Shutterstock

Ungeziefer ist gerade in den Sommermonaten lästig: Tagsüber umschwärmen Wespen das Essen auf dem Tisch, in der Nacht stört das aufdringliche Summen der Mücken den Schlaf. Viele Menschen greifen automatisch zur Chemiekeule, um Insekten aus den eigenen vier Wänden zu vertreiben. Dabei gibt es ganz einfache Methoden und Hausmittelchen, die für Ruhe sorgen.

Chemische Mittel sind ungesund

Sie helfen schnell und sind günstig – chemische Produkte gegen Insekten. Das Problem besteht jedoch darin, dass sie langfristig gesundheitsschädigend sind und nicht immer zum Erfolg führen. Gerade wer (Klein-)Kinder Zuhause hat, sollte daher zwingend auf die Chemiekeule verzichten und stattdessen zu anderen Hilfsmitteln greifen, die besser sind für Mensch und Natur. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt das Zentrum für Gesundheit.

Insekten müssen draußen bleiben

Im Idealfall gelangen Wespen oder Mücken erst gar nicht ins Haus. Dann besteht auch kein Problem damit, sie wieder zu entfernen. Die einfachste Möglichkeit dafür sind Fliegengitter für (Dach-) Fenster und Türen. Diese gibt es in verschiedenen Modellen, Größen, Formen und Farben.

• Fliegennetze: Diese werden am Fensterrahmen mit einem Klettband befestigt. Es gibt sie zu sehr günstigen Preisen sowohl im Fachhandel als auch im Supermarkt.

• Insektenschutzgitter: Diese Modelle sind deutlich stabiler als die Fliegennetze, weil sie in einen Spann- oder Drehrahmen integriert sind. Ebenso wie Insektenschutzrollos passen sie in so ziemlich jedes Fenster. Für Dachfenster sind Produkte mit Drehrahmen zu empfehlen, weil man das Fenster auch weiterhin öffnen kann.

• Insektenschutzrollo: Diese Modelle sind ebenfalls perfekt für Dachfenster, da das Fliegengitter im Rollladenkasten angebracht wird.

• Fensterschutztüren: Terrassen- und Balkontüren sollten ebenfalls gesichert werden, um zu verhindern, dass lästiges Ungeziefer in die Wohnung bzw. das Haus kommen. In diesem Bereich gibt es eine große Auswahl: Entweder ein Fliegennetz mit Durchgangsschlitz, eine Schiebetür mit integriertem Insektenschutz oder eine Pendeltür.

Mückenschutznetz am Fenster
Bild: Stockfoto-ID 691998496: © Maxal Tamor/ Shutterstock

Wohlriechende Düfte gegen Insekten

Es gibt erwiesenermaßen Gerüche, die Mücken, Wespen und Co. abschrecken. Dazu gehören zum Beispiel folgende Düfte:

• Lavendel • Minze • Nelken

Sogar der Duft von einer Tomatenpflanze kann gegen lästige Insekten helfen. Wer sich aber keine ganze Pflanze auf den Balkon oder vors Fenster stellen möchte, kann sich auch ätherische Öle kaufen. Man nehme davon ein paar Tropfen, gibt diese in eine Schale mit Wasser und stellt diese in der Nähe ab. In einigen Fällen helfen auch sogenannte Duftkerzen mit entsprechendem Aroma.

Duftpflanze gegen Stechmücken
Bild: Stockfoto-ID 602746625: © Daria Medvedeva/ Shutterstock

Es ist nicht immer Gold was glänzt

Wer auf chemische Hilfsmittel verzichten will, wird im Internet eine große Auswahl an Ratschlägen, Tipps und Ersatzprodukten finden. Meistens steckt nicht viel dahinter. Ultraschallgeräte bringen zum Beispiel gar nichts. Mücken werden davon überhaupt nicht beeinflusst und der Mensch trotzdem gestochen.

Langfristig helfen wirklich nur Fliegengitter, sofern sie richtig angebracht wurden und sich in einem guten Zustand befinden. Wer sich viel im Freien aufhält, sollte zu langer Kleidung greifen. Es kann zwar trotzdem passieren, dass Mücken oder Wespen durch die Kleidung hindurch stechen, die Gefahr wird aber deutlich minimiert. Gerüche können dabei helfen, Insekten aus den eigenen vier Wänden rauszuhalten. Aber jeder Duft wirkt anders und jede Insektenart reagiert anders darauf.



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