Baugeld pendelt sich auf etwas höherem Niveau ein


Trotz solider Konjunktur- und Stimmungsdaten: Marktentwicklung hängt maßgeblich von weiterer Corona-Entwicklung ab / Fed stellt bereits Zinswende in Aussicht
BEG-Förderung prüfen: Neue staatliche Unterstützung mit 1. Juli lockt mit höheren Fördersummen, Zuschüssen und günstigen Zinsen
Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Langfristig weiterer Zinsanstieg bei Immobilienkrediten möglich

interhyp

München, 02. Juli 2021 - Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG:

"Nach dem Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen im März, April und Mai hat die Aufwärtsbewegung im Juni nachgelassen und die Zinsen bewegen sich seitwärts. Anfang Juli liegen die Konditionen für zehnjährige Darlehen bei rund einem Prozent. Mit Blick auf die neuesten Prognosen zur Konjunkturerholung, der Inflationserwartung und Zinspolitik ist auch in den nächsten Wochen eine Seitwärtsbewegung am wahrscheinlichsten. Zu diesem Fazit kommen auch die Experten, die wir monatlich im Rahmen unseres Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragen. Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierungskunden finden finanzierungsseitig entsprechend weiterhin ausgezeichnete Bedingungen vor. Die Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus, neue Lockdowns oder Verschärfungen in Portugal, Australien und Israel verdeutlichen uns gleichzeitig, dass Prognosen im momentanen Umfeld schwierig bleiben. Kunden mit Finanzierungsbedarf sollten versuchen, sich durch eine solide Kalkulation und langfristige Entscheidungen möglichst unabhängig zu machen von kurzfristigen Entwicklungen."



Steigenden Zinsen, höheren Baukosten durch Lieferengpässe und hohen Immobilienpreisen zum Trotz sehnt sich die Mehrheit der Menschen in Deutschland nach einem eigenen Heim. Das zeigt unsere neueste Interhyp-Wohntraumstudie, für die wir sowohl tiefenpsychologische Interviews als auch auf eine umfangreiche und repräsentative Feldforschung mit mehr als 2.100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt haben. 72 Prozent der Mieterinnen und Mieter wünschen sich demnach eine eigene Immobilie – deutlich mehr als 2019, als es noch 66 Prozent waren. Das freistehende Einfamilienhaus steht dabei im Jahr 2021 symbolisch für Sicherheit, Freiheit, Ruhe und Idyll ganz oben auf der Wunschliste.


Wunschliste Immobilie 2021


Die Immobilie bleibt nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie einer der zentralen Ankerpunkte der Deutschen. Unsere Studie hat auch gezeigt: So hoch das eigene Zuhause im Kurs steht, so schwierig wird der Weg dorthin angesichts steigender Preise und fehlenden Angebots empfunden. Gerade in den qualitativen Interviews offenbarte sich, dass viele Mieterinnen und Mieter eine regelrechte Torschlusspanik empfinden. Sie befürchten, dass sie sich in der angespannten Marktlage kein Eigentum mehr leisten können. Aus Erfahrung können wir sagen: Es lohnt sich, am Thema dran zu bleiben. Das bestätigt die Studie: 90 Prozent der Eigentümerinnen und Eigentümer sind mit der Entscheidung für ihre Immobilie zufrieden.

Mit 1. Juli gibt es ein zusätzliches Argument für Häuslebauer und Käufer

Die zweite Stufe des neuen Fördersystems für energetische Sanierungen ist in Kraft getreten, mit dem die Bundesregierung einen weiteren Beitrag leisten will, die Klimaziele zu erreichen. Interessenten profitieren von höheren Kreditsummen, höheren Zuschüssen und günstigen Zinsen. Je besser das erreichte Energieeffizienzniveau, desto höher der Zuschuss. Die Darlehenssummen sind je nach Programm und Energieeffizienz auf 60.000, 120.000 oder 150.000 Euro begrenzt. Zusätzlich fließen nach der Fertigstellung Tilgungszuschüsse von bis zu 50 Prozent direkt auf das Darlehen und verkürzen damit dessen Gesamtlaufzeit.

Interessenten mit Finanzierungsbedarf sollten jetzt einen Beratungstermin vereinbaren - sei es per Video, sei es per Telefon.

Interhyp Expertenrat

Immobilienkäufer finden weiterhin sehr gute Finanzierungsbedingungen vor, die sie mit langen Zinsfestschreibungen und hohen Anfangstilgungen perfekt für sich nutzen können. Wir raten zudem, die neuen BEG-Förderungen, die über die KfW möglich sind, frühzeitig in die Finanzplanung einzubinden. Erst- und Anschlussberatungen sind wichtiger denn je, um nicht unwissentlich die Förderfähigkeit zu gefährden. Gerade rund um den Vorhabensbeginn und die Beauftragung von Leistungen sollten sich Interessenten frühzeitig über die genauen Förderbedingungen erkundigen, zum Beispiel im Gespräch mit den Finanzierungsberatern bei Interhyp. Beispielsweise muss der Antrag auf Förderung vor Abschluss des Kaufvertrags für die Immobilie erfolgen.



interhyp


Zins- und Marktumfeld

Die Corona-Pandemie bleibt in vielerlei Hinsicht marktbestimmend. Während sich die Lockerungen in Deutschland und anderen Ländern direkt positiv auf die Wirtschaftsentwicklung auswirken, zeigen neue Lockdowns oder Verschärfungen in Portugal, Australien oder Israel, dass die Covid-Pandemie noch nicht ausgestanden ist.

Wie komplex die Zusammenhänge sind, verdeutlicht die aktuelle Inflationsentwicklung. Die Teuerung hatte in den letzten Monaten einerseits wegen höherer Energiekosten zugenommen. Andererseits hatten auch Lieferengpässe, zu denen es wegen Corona gekommen ist, die Teuerung angeheizt. In den USA lag die Inflation im Mai bei fünf Prozent. Auch in Deutschland erreichte die Inflationsrate im Mai mit 2,5 Prozent den höchsten Stand seit fast zehn Jahren. Zur Einordnung: Noch im letzten Jahr war von einer Deflation die Rede. Das Inflationsziel der Notenbanken liegt bei etwa 2 Prozent. Die Prognosen für die Zukunft gehen aber nicht unbedingt von höheren Steigerungen aus. Die Bundesbank etwa rechnet hierzulande im kommenden Jahr mit einer Inflation von etwa 1,8 Prozent.

Die Konjunkturaussichten haben sich in den vergangenen Wochen weiter aufgehellt. Die US-Wirtschaft soll laut Fed in diesem Jahr mit Hilfe der billionenschweren Konjunkturpakete der Regierung um 6,5 Prozent wachsen. Auch in Deutschland nimmt das Wachstum Fahrt auf. Das IfW hat seine Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 3,9 Prozent nach oben korrigiert. 2022 soll die Wirtschaft noch stärker zulegen.

Der Optimismus spiegelt sich auch anderswo wider. Der Ifo-Index für das Geschäftsklima, der die Stimmung in der deutschen Wirtschaft misst, ist gerade um 2,6 Punkte auf 101,8 Punkte gestiegen – der höchste Stand seit November 2018. Auch die Verbraucher wollen shoppen und Geld ausgeben. Die Konsumlaune in Deutschland ist der neuesten Studie des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK zufolge so gut wie seit August 2020 nicht mehr. Im Zuge der Frühjahrsbelebung ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai gesunken.

In vielen anderen Ländern sieht die Momentaufnahme ähnlich aus. Vorsicht bleibt jedoch geboten. So haben in Deutschland im ersten Halbjahr rund 65.000 Privatleute und Firmen Insolvenz angemeldet. Die Staatsverschuldungen sind immens. Ob Aktienindex Dax oder Dow: Die Rekordstände an den Börsen sind nicht allein Zeichen der künftigen Gewinnerwartung, sondern ebenso Ausdruck der vorhandenen Liquidität und des Anlagedrucks der Investoren.

Die Zentralbanken verkünden, dass Geld vorerst günstig bleiben wird. Zwar hat die Fed im Juni angekündigt bis Ende 2023 in zwei Schritten die Leitzinsen erhöhen zu wollen. Aber kurzfristig soll der Leitzins in der Spanne zwischen 0 und 0,25 Prozent bleiben. Die EZB-Sitzung beurteilt die aktuelle Wirtschafts- und Inflationsentwicklung trotz der aktuell positiven Vorzeichen noch vorsichtiger. Wie die europäischen Notenbanker im Juni verlauten ließen, wollen sie trotz der zunehmenden Entspannung in der Corona-Krise die Krisenhilfen fortsetzen. Die Anleihekäufe sollen weiter hoch ausfallen, die Leitzinsen verharren unangetastet auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

Die Renditen der Bundesanleihen, die als wichtige Benchmark für die Immobilienfinanzierung gelten, zeichnen die vorsichtig optimistische Marktlage der vergangenen Monate nach. Die Nachfrage nach den als extrem sicher geltenden Papieren ist weiter geringer als in den Monaten zuvor. Im Juni haben sie sich wie im Mai nur noch leicht im Minus-Bereich bewegt und notieren bei rund minus 0,1 bis minus 0,2 Prozent. Das bedeutet: Investoren sind anhaltend etwas risikofreudiger als in den vergangenen beiden Jahren. Das hat das Zinsniveau etwas angehoben – was auch Baufinanzierungskunden spüren.

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Die Marktexperten erwarten mehrheitlich kurzfristig eine Seitwärtsbewegung bei den Zinsen. Langfristig können sich viele wie bereits im Vormonat noch höhere Zinsen vorstellen.


Zinsentwicklung 10 Jahre



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* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, der Commerzbank, der DKB, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Santander und der Sparkasse Hannover zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.

Interhyp Bester Baufinanzierer 2020** Repräsentatives Beispiel: Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 0,95% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 0,95% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 29 Jahre, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 658,33 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 81.499. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 137.084,06 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.


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