Wie entwickeln sich die Bauzinsen in der Baufinanzierung?


Aktuell:
Wer eine Immobilie kaufen will, muss sich im Februar auf schwankende Zinsen für Darlehen einstellen. Anfang Februar liegen die Zinsen für zehnjährige Darlehen im Schnitt bei 3,6 %.
Der Grund:
Wie erwartet hat die amerikanische Notenbank (FED) am 1. Februar den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 4,5 bis 4,75 Prozent erhöht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hob die Leitzinsen erwartungsgemäß um weitere 0,5 Prozentpunkte an auf nunmehr 3 Prozent.
Unsere Empfehlung:
Kaufinteressierte sollten sich in 2023 nicht allein vom Zinsniveau bei den Darlehen abschrecken lassen. Der Immobilienmarkt wird eine neue Balance finden und somit neue Chancen bieten.

Zum Interhyp Zinsbericht:
Interhyp gibt im monatlichen Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Mit diesen Informationen lassen sich die Zinsen für Baudarlehen im Vergleich deutlich leichter beurteilen. So können Sie sich für Ihr Baudarlehen Konditionen sichern, die für Sie besonders günstig sind - oder auf Basis unserer Prognose auf bessere Konditionen warten. Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer hier auf unserer Seite:

interhyp
München, 04. Februar 2023 - von Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG:

"Die EZB hält an ihrem Kurs fest und führt die Geldpolitik konsequent aus der Welt der Niedrigzinsen. Für angehende Immobilienkäuferinnen und -käufer bedeutet das eine Welt von stark gestiegenen Bauzinsen – gleichzeitig aber auch einen Immobilienmarkt, der eine neue Balance findet und somit neue Chancen bietet."
Anfang Februar liegen die Zinsen für zehnjährige Darlehen im Schnitt bei 3,6 %. Mit einer Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich damit ein Kredit über rund 214.000 Euro aufnehmen. Das Tempo bei den Zinsschritten und die deutliche Straffung der Geldpolitik hatten im vergangenen Jahr zu einem beispiellosen Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen von rund einem Prozent im Januar 2022 auf über vier Prozent im Jahresverlauf geführt. Im Januar 2023 haben die Konditionen von rund 3,9 Prozent auf aktuell 3,6 Prozent etwas nachgegeben.

Wichtig: Auch wenn die Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen aktuell volatil sind. Schließen Sie nichts voreilig ab. Immobiliendarlehen vielmehr wohlüberlegt. Und dazu gehört ein sorgfältiger Vergleich der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um auf dem Laufenden zu bleiben. Gut beraten sind Sie nur mit objektiven Expertinnen und Experten, die Sie über mögliche Darlehensvarianten aufklären und mit allen wichtigen Informationen versorgen.

"Wir werden uns weiter dafür stark machen, dass so viele Menschen wie möglich den Weg ins eigene Zuhause schaffen – und sich mit einer soliden Finanzierung den Weg zu mehr Wohlstand, Lebensqualität und einer soliden Altersvorsorge ebnen. Interessenten mit Finanzierungsbedarf sollten jetzt einen Beratungstermin vereinbaren - sei es per Video, sei es per Telefon."

Immobilienkaufende müssen sich auch im Februar auf schwankende Zinsen für Immobiliendarlehen einstellen – die in der Tendenz im Jahresverlauf noch weiter steigen könnten. So erwartet die Mehrheit der monatlich von Interhyp befragten Expertinnen und Experten kurzfrsitig steigende Konditionen. Die Hälfte hält dies sogar auf Jahressicht möglich, während die andere Hälfte ein gleichbleibendes Zinsniveau sieht. 

Das Bauzins-Trendbarometer gibt Ihnen eine Prognose, wie sich die Zinsen für Baudarlehen entwickeln. Sie erhalten einen ersten Eindruck über die Lage am Markt und entscheiden dadurch vielleicht sogar, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist. 

Aktuelles Interhyp Bauzins Trendbarometer

* Zum Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Expertinnen und Experten der Allianz, Commerzbank, Deutschen Bank, DKB Deutsche Kreditbank, ING Deutschland, Münchener Hyp, PSD Bank RheinNeckarSaar, PSD Bank Rhein-Ruhr, Santander und Sparkasse Hannover befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.

Interhyp Expertenrat

Für Immobilienkaufende hat die Medaille zwei Seiten: Einerseits haben die höheren Zinsen laut Interhyp die monatlichen Raten und damit die Finanzierungskosten verteuert. Andererseits können Verkäufer und Verkäuferinnen vielerorts die in den vergangenen Jahren immer ambitionierteren Kaufpreiserwartungen nicht mehr durchsetzen, weil Kaufende genauer auf den Kaufpreis und neuerdings zusätzlich auf den energetischen Zustand der Objekte blicken. Das gilt sowohl für Eigennutzer als auch für Kapitalanleger. Da aus Sicht eines Kapitalanlegers vielerorts keine exorbitanten Mieterhöhungen durchsetzbar sind und Eigennutzer weniger Fremdkapital erhalten, müssen Verkäufer die Kaufpreise nach unten anpassen. Wir raten Kaufwilligen, die neue Situation bei Kaufpreisverhandlungen zu nutzen. Zudem sollten sich Interessenten informieren, welche Kreditsumme sie aktuell stemmen können.



Zins- und Marktumfeld

Wie erwartet hat die amerikanische Notenbank Fed am 1. Februar den Leitzins einen kleinen Schritt um 0,25 Prozentpunkte auf 4,5 bis 4,75 % erhöht. Die Europäische Zentralbank EZB hob die Leitzinsen erwartungsgemäß um weitere 0,5 Prozentpunkte an auf nunmehr 3 %. Zudem bekräftigten insbesondere die europäischen Währungshüter, ihren restriktiven Kurs im laufenden Jahr nach aktuellen Erkenntnissen beizubehalten. Auch weitere Zinserhöhungen im März und im Sommer werden erwartet.

Das Tempo bei den Zinsschritten und die deutliche Straffung der Geldpolitik hatten im vergangenen Jahr zu einem beispiellosen Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen von rund einem Prozent im Januar 2022 auf über vier Prozent im Jahresverlauf geführt. Im Januar 2023 haben die Konditionen von rund 3,9 Prozent auf aktuell 3,6 Prozent etwas nachgegeben.

„Optimistische Anleger könnten angesichts deutlich gestiegener Aktienkurse seit Jahresbeginn und weltweit nachlassender Inflationszahlen hoffen, dass die Zinsen bald wieder sinken“, sagt Mirjam Mohr. „Doch selbst wenn die Inflation ihren Höhepunkt überschritten haben mag: Es wird dauern, bis sich die Preise nach EZB-Vorstellungen wieder stabilisiert haben. Wir sehen unsere Prognose vom Zinskorridor zwischen 3 und 4 Prozent für Bauzinsen aktuell bestätigt.“ So ist die nachlassende Teuerung zuletzt vor allem auf die gesunkenen Energiepreise zurückzuführen. Gleichzeitig sorgen ökologische Nachhaltigkeitsvorgaben und eine zunehmend angestrebte Unabhängigkeit bei Lieferketten zu teureren Produktionsverlagerungen.

Die Konjunktur verkraftet die gestraffte Geldpolitik trotz geopolitischer Herausforderungen und der Energiekrise bisher besser als erwartet. So hat sich das Wirtschaftsklima zuletzt zwar eingetrübt, eine harte Landung jedoch ist bisher ausgeblieben. Den neusten Daten nach können die Eurozone und Deutschland eine Rezession abwenden.

Die Arbeitslosigkeit verharrt auf einem Rekordtief. Die Wirtschaft profitierte in den letzten Wochen sowohl durch den bisher milden Winter als auch durch das staatlich verordnete Ende des Corona-Lockdowns in China, das zwar zu einer Explosion der Covid-Zahlen und vielen Kranken und Toten geführt hat, gleichzeitig jedoch Impulse für die globale Wirtschaft sendete. Nachdem die Notenbanken in der jüngsten Vergangenheit mehrfach betont hatten, dass die Preisstabilität stärker wiegt als die Konjunktur, sollten die neusten Wirtschaftsdaten diesen Kurs vorerst bekräftigen.

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Kurzfristig erwartet die Mehrheit der monatlich von Interhyp befragten Expertinnen und Experten steigende Konditionen, auf Jahressicht immerhin noch die Hälfte, während die andere Hälfte ein gleichbleibendes Zinsniveau für wahrscheinlich hält. 


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