Die Rechnung "Kaufen statt Mieten" geht durch Niedrigzinsen vielfach auf


Besichtigungen von Häusern und Wohnungen wieder einfacher möglich
Europäische Zentralbank (EZB) setzt weiter auf Anleihekäufe
Interhyp Bauzins-Trend: gleichbleibend bis leicht steigend

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München, 7. Mai 2020 - Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG:


"Neben den Auswirkungen der Corona-Krise haben wieder aufflammende Spannungen zwischen den USA und China das wirtschaftspolitische Geschehen geprägt. Gleichzeitig zeigte sich im vergangenen Monat eine langsame Rückkehr zu einer neuen Normalität. Mit dem schrittweisen Auslaufen des Lockdowns rückt das Thema Immobilienkauf wieder mehr in den Fokus: Besichtigungen von Häusern und Wohnungen sind, wenn auch unter Auflagen, wieder einfacher geworden. Und aktuelle Studien, zum Beispiel vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln zeigen, dass sich Kaufen statt Mieten vielerorts auf lange Sicht lohnt. Einen großen Anteil an der Rechnung zugunsten von Wohneigentum haben die niedrigen Zinsen für Immobiliendarlehen. Sie liegen Anfang Juni bei rund 0,8 Prozent für zehnjährige Darlehen, wie unsere Zins-Charts zeigen. Unsere jeden Monat durchgeführte Umfrage unter den Experten von zehn deutschen Kreditinstituten zeigt aktuell, dass die Mehrzahl der Analysten kurzfristig gleichbleibende Zinsen erwartet. Auf Halbjahres- bis Jahressicht ist die Tendenz gleichbleibend bis steigend."

Die niedrigen Zinsen für Immobilienkredite spielen für die Umsetzung des Kaufvorhabens eine wichtige Rolle. Die Konditionen haben sich, wie in den letzten Zinsberichten prognostiziert, im Mai bei leichten Schwankungen insgesamt seitwärts bewegt. Immobilienkäufer erhalten Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung Anfang Juni überwiegend zu Zinssätzen um 0,8 Prozent, bei besonders guter Bonität und hohem Eigenkapitaleinsatz sind sogar noch bessere Konditionen möglich. Dieser Tage machte sogar der erste Nullprozent-Kredit von sich reden, den eine norddeutsche Sparkasse für eine Kreditsumme von 50.000 Euro anbietet. Wer im Internet sein Traumobjekt gefunden hat, kann dies nach Wochen vorwiegend virtueller Besichtigungsmöglichkeit nun zunehmend und unter Auflagen vor Ort begutachten.

Trotz der günstigen Zinsen sollten Immobilienkäufer darauf achten, dass die Finanzierung zur Art des Eigentumserwerbs passt. Besonders wer vom Bauträger kauft oder selbst baut, sollte auf bereitstellungszinsfreie Zeiten und die Bereitstellungszinsen achten, auch um gegen eventuelle Bauverzögerungen besser gewappnet zu sein. Zeitlicher Verzug kann bei Bauvorhaben durchaus auftreten – das gilt jetzt, aber das galt auch schon vor der Corona-Krise.

Finanzierungsexperte Frank Lutz erklärt in unserem Video, wie sich durch kluge Finanzierung bares Geld sparen lässt:


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Zins- und Marktumfeld

Ein dramatischer Anstieg der öffentlichen Verschuldung, Insolvenzen von Unternehmen, hohe Arbeitslosigkeit: Der Shutdown des öffentlichen Lebens hat die Länder weltweit in eine Rezession getrieben. Die deutsche Wirtschaft ist wegen der Corona-Krise stark eingebrochen. Laut Statistischem Bundesamt ging das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 Prozent im Vergleich zu den vorhergehenden drei Monaten zurück. Das Ifo-Institut erwartet für das gesamte Jahr 2020 einen Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung um 6,6 Prozent.

Die Regierungen sind sich der Lage bewusst. So geben Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien für ihre Konjunkturprogramme über eine Billion Euro aus. Die Große Koalition hat sich gerade auf ein historisches Konjunkturpaket im Umfang von 130 Milliarden Euro für dieses und nächstes Jahr verständigt. Die EU-Kommission will 750 Milliarden in ein europäisches Wiederaufbauprogramm investieren.

Die Europäische Zentralebank (EZB) setzt weiter auf eine expansive Geldpolitik, um die Wirtschaft zu stützen. Auf der heutigen Sitzung wurde eine Ausweitung der Anleihekäufe beschlossen.

In den USA sieht es ähnlich aus. Die Coronavirus-Pandemie hat den US-Arbeitsmarkt in eine schwere Krise gestürzt. Zusätzliche Unsicherheit birgt der wieder aufflammende Handelsstreit mit China, der Ende Mai an den Börsen mehrfach zu Kursrückschlägen in der Erholungsrally geführt hat. Die aktuellen Unruhen nach der rassistischen Polizeigewalt verunsichern die Anleger zusätzlich.

Das Ausmaß der Auswirkungen der Kombination aus riesiger Staatsverschuldung, Geldmengenwachstum, geringeren Steuereinnahmen und dem Wirtschaftseinbruch ist im Augenblick schwer abschätzbar. Die Nachfrage und damit die Preise verharren trotz der geldpolitischen Maßnahmen noch im Keller. Verbraucher halten sich mit Konsum zurück. Im Ergebnis ist die Inflationsrate im Euroraum im Mai auf 0,1 Prozent gefallen. Die EZB ist damit weit entfernt von ihrem Inflationsziel, das bei knapp 2 Prozent liegen soll.

Viele Anleger investieren daher ihr Geld weiterhin in deutsche Staatsanleihen. Die hohe Nachfrage hält deren Renditen tief. Sie sind zwar von gut minus 0,6 Prozent auf aktuell um etwa minus 0,4 Prozent etwas gestiegen. Sie befinden sich jedoch anhaltend im negativen Bereich und zeigen, dass Investoren aktuell für Sicherheit auf Rendite verzichten und sogar eine Negativverzinsung in Kauf nehmen. Da sich die Zinsentwicklung beim Baugeld an den Renditen der Staatsanleihen orientiert, bleibt das Aufwärtspotenzial für die Zinsen bei Immobilienkrediten begrenzt.

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Zinssenkende und zinssteigernde Effekte halten sich nach Meinung der von uns befragten Experten die Waage. Kurzfristig gehen die Analysten von gleichbleibenden Zinsen aus. Auf Halbjahres- und Jahressicht erwarten aber einige, dass sich die zinssteigernden Effekte durchsetzen und wir wieder ein leicht steigendes Niveau sehen werden.


Zinsentwicklung 10 Jahre


Aktueller Trend der Bauzinsen



* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Münchener Hypothekenbank, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der PSD Rhein-Ruhr, der Commerzbank, der Allianz, der Sparkasse Hannover, der Hypovereinsbank, der Postbank und der ING Deutschland zur Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

Testsieger 2019 Bester Baufinanzierer** Repräsentatives Beispiel: Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 0,84% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 0,84% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 29 Jahre 5 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 640,00 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 79.300. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 137.430,80 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.


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