Die optimierte Lage des Hauses mit Ausrichtung nach Süden

So können Sie die Sonnenenergie am besten nutzen! Aber auch der Grundriss muss stimmen, damit die Bewhoner später glücklich sind.

Haus und Dach richtig ausrichten
Foto: BauPraxis Archiv

Süd-Ausrichtung des Hauses auf dem Grundstück


Die beste Lage zur kostenlosen Energieausnutzung der Sonne ist besonders wichtig für das neue Haus und für das Wohlbefinden der Bewohner.

Licht und Sonne tragen zum einen dazu bei, die Heizkosten möglichst niedrig zu halten, andererseits sind sie für ein Wohlbefinden der Hausbewohner wichtig. Räume auf der Südseite des Hauses erhalten am meisten Sonne im Winter und während der Übergangszeiten. Im Sommer wird die Westseite des Gebäudes am stärksten aufgeheizt.

Lage des Hauses nach Himmelsrichtungen

Die obere Grafik zeigt ein Haus, das etwas zu sehr nach Westen gedreht ist. Die leichte Drehung des Gebäudes nach Süden bringt die Fensterfront voll in den Südbereich.

Große Fenster an Süd- und Westseite garantieren möglichst viel Sonne in den Räumen und damit im Winter eine bessere Erwärmung zum Nulltarif. Doch Vorsicht: Die großen Fenster wirken im Hochsommer gegenteilig - sie heizen die Räume zu stark auf. Deshalb ist wichtig dass Schattenspendende Vorrichtungen (Rolladen/Jalousien/Markisen) geplant und eingebaut werden, damit das Haus nicht zur Sommersauna wird. Wer neu baut und etwas mehr Geld ausgeben kann für die Südfenster, der sollte selbstabdunkelnde Glasscheiben einbauen lassen. Sogenanntes "Thermochromes Glas" ist ein Glastyp, der als Sonnenschutzverglasung dient. Es bildet heutzutage eine echte Alternative zu herkömmlichem Sonnen- und Sichtschutz wie Jalousien oder Rollläden. Thermochrome Gläser ändern mit Hilfe von Sonneneinstrahlung und Wärme ihre Färbung. Sie können bis zu knapp 90 Prozent der Strahlung abfangen – stromfressende Klimaanlagen und Kühlgeräte werden abgelöst: Das spart Energie und Kosten und dient der Umwelt. Daher setzen Architekten und umweltbewußte Bauherren zunehmend auf diese Methode.

Die untere Grafik zeigt, wie das Haus über die Fensterfront nach Süden die Sonnenenergie jetzt voll ausnutzt.

Lage des Hauses nach Himmelsrichtungen

Mit dieser Verbesserung der Planung werden die Anforderungen an ein "Niedrig-Energie-Haus" viel leichter erfüllt.

Wenn der Architektenplan und die Bauordnung es erlauben, sollten Sie den Dachfirst in Ost-West-Richtung ausrichten. Diese Ausrichtung ermöglicht die optimale Positionierung einer Solaranlage auf der Südseite des Daches. Sollten Sie eine Photovoltaik-Anlage in der Zukunft nutzen wollen, ist diese Dach-Ausrichtung optimal. Ausserdem bietet die Südseite des Daches preiswerte Möglichkeiten von Verglasungen (Dachfenster) für eventuelle Dachwohnungen, ohne dass Dachgauben kostspielig in das Dach integriert werden müssen.


Photovoltaik Anlage auf der Südseite des Daches
Bild: Solaranlage (Photovoltaik-Anlage) auf der Südseite des Daches speichert die meiste Sonnenenergie. Foto: pixabay.com



Der "funktionierende" Grundriss ist wichtig


Der Grundriss
sollte praktisch und auf die Bedürfnisse der Bewohner geplant sein. Der schönste Grundriß auf dem Papier ist nicht viel wert, wenn er in der Praxis "nicht funktioniert".
So sollte darauf geachtet werden, daß der Wohnraum ideal mit dem Essbereich und der Terrasse verknüpft ist. Der Eingangsbereich sollte in die Diele übergehen, ein Gäste-WC und eventuell ein Arbeitsbereich (Büro) sollten von hier begehbar sein, ohne durch den Wohnraum laufen zu müssen. Andererseits ist es ideal, wenn Schlafbereich, Bad und Ankleideraum oder auch Kinderzimmer eine Gruppe von Räumen mit kurzen Wegen bilden. Auch ein Schlafzimmer mit "Bad ensuite" - also ein Schlafzimmer mit eingebautem Bad - ist das höchste Glück für manche Frau, kann sie sich doch hier gleich direkt vom Bett ins Bad "fallen lassen".

Beim Aufteilen der Räume und Lebensbereiche müssen Fenster nach Süden und Fenster nach Norden so eingeplant werden, daß möglichst viel Sonne im Wohnbereich eingefangen werden kann und Räume, die nur selten benutzt werden (Hauswirtschaftsraum, Toilette, Eingang) eben nach Norden oder Osten blicken.

Garagen oder Anbauten sollten übrigens immer an der "kalten" Seite des Hauses liegen, um als Pufferzonen in der Wärmedämmung zu dienen (Niedrig-Energie-Konzept). Eine Garage ist also an der Nordseite oder der Ostseite am Haus angebaut und nicht im Süden, wie unsere einfach Grafik veranschaulicht:

Lage des Hauses nach Himmelsrichtungen

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Bild: Wenn die Fensterfront nach Süden zeigt, können die Bewohnen ein sonnendurchflutetes Wohnzimmer genießen.
Sonniges Wohnzimmer dank Südfensterfront
Foto: BauPraxis Bildarchiv