Effektive Dichtungsbänder für Türen und Fenster gegen Zugluft und Kälte im Haus


Niemand mag kalte Zugluft in den eigenen vier Wänden. Es fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern treibt auch die Heizkosten in die Höhe. Besonders in älteren Gebäuden sind Fenster und Türen oft nicht optimal abgedichtet, sodass wertvolle Wärme verloren geht.

Die Lösung: Hochwertige Dichtungsbänder, die speziell dafür entwickelt wurden, kleine Spalten und undichte Stellen zuverlässig zu verschließen. Doch welches Material eignet sich für welchen Bereich und worauf muss man bei der Montage achten? Hier finden Sie praktische Tipps, mit denen Sie Ihr Zuhause vor Kälte und unerwünschtem Luftzug schützen können.

Haustüre Altbau innen
Bild: In älteren Gebäuden sind oft massive Holztüren verbaut, die nach langer Zeit nicht mehr dicht sind und Kälte herein und Wärme nach draussen lassen. Hier sind Dichtbänder eine gute Lösung! (Foto von Curtis Adams auf www.pexels.com)

Warum eine gute Abdichtung von Fenstern und Türen so wichtig ist


Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres als kalte Luft, die ungehindert durch Fenster- oder Türspalten dringt. Man dreht die Heizung auf, doch trotzdem bleibt es unangenehm kühl. Das Problem: Die warme Luft entweicht nach draußen, während die Kälte ins Haus gelangt. Das führt nicht nur zu einem erhöhten Energieverbrauch, sondern auch zu einem schlechteren Wohnkomfort. Besonders betroffen sind Altbauwohnungen, in denen die Fenster oft nicht so dicht abschließen wie moderne Modelle. Eine einfache und effektive Lösung bieten Dichtungsbänder Zellkautschuk selbstklebend. Dieses Material passt sich flexibel an Unebenheiten an, ist langlebig und sorgt für eine zuverlässige Abdichtung. Es hält nicht nur kalte Zugluft ab, sondern schützt auch vor Feuchtigkeit, Staub und Lärm – ein echter Alleskönner, wenn es um die Isolierung und Dämmung geht.

Welche Dichtungsbänder sind für welchen Einsatzbereich geeignet?


Nicht jedes Dichtband funktioniert überall gleich gut. Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Anforderungen:

Balkontüren und Terrassentüren: Hier braucht es ein besonders robustes Material, das nicht nur gegen Zugluft, sondern auch gegen Lärm isoliert.

Haustüren: Diese müssen wetterfest abgedichtet werden, da sie starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.
 Hier werden hochwertige und besonders robuste Dichtbänder benötigt, da diese Türe sehr oft auf und zu gemacht wird.
Fenster in Altbauten: Vor allem bei älteren Doppelfenstern oder älteren doppelverglasten Fenstern mit Holzrahmen lassen sich durch eine nachträgliche Abdichtung mit  Dichtband Fenster große Verbesserungen erzielen.

Dachfenster: Ältere Modelle benötigen eine UV- und wetterbeständige Abdichtung, damit keine Feuchtigkeit durch die Dachfenster in den Wohnraum eindringt.

Kellerfenster: Hier sollte nicht nur Zugluft verhindert werden, sondern auch das Risiko von Feuchtigkeit und Schimmelbildung minimiert werden.

Innentüren: Auch Innentüren können mit schmalen Dichtbändern ausgestattet werden, um Räume besser voneinander abzutrennen und Geräusche beim Türschliessen zu reduzieren.

Altbau Fenster innen
Bild: Auch ältere Fenster erfüllen oft nicht mehr die Anforderungen an Dichtheit gegen Wärmeverluste und Zugluft. Auch hier sind die richtigen Dichungsbänder die beste Lösung um Energie zu sparen. (Foto von cottonbro studio www.pexels.com)

So bringen Sie Dichtungsbänder richtig an


Eine gute Abdichtung beginnt mit der richtigen Vorbereitung: Bevor das Dichtungsband angebracht wird, sollten die Flächen gründlich gereinigt werden. Fett, Staub oder Feuchtigkeit können dazu führen, dass das Klebeband nicht richtig haftet und sich nach kurzer Zeit wieder löst. Am besten verwendet man ein trockenes, fusselfreies Tuch oder einen speziellen Reiniger. Das Band sollte exakt auf die benötigte Länge zugeschnitten und nahtlos an den Rahmen angebracht werden. Wichtig ist, dass es nicht zu dick ist – sonst lassen sich Fenster oder Türen nicht mehr richtig schließen.

Nach dem Anbringen sollte man das Band gut andrücken und einige Stunden ruhen lassen, damit der Kleber seine volle Haftkraft entfalten kann. Ein Tipp für die Langzeitnutzung: Auch die besten Dichtungsbänder nutzen sich mit der Zeit ab. Wer regelmäßig überprüft, ob die Abdichtungen noch intakt sind, kann frühzeitig nachbessern und verhindert so erneute Wärmeverluste.

Die richtige Materialwahl für eine langfristige Abdichtung


Nicht alle Dichtbänder sind gleich.
Je nach Einsatzgebiet gibt es verschiedene Materialien mit spezifischen Eigenschaften:

EPDM-Zellkautschuk
EPDM-Zellkautschuk ist extrem elastisch und temperaturbeständig, sehr gut witterungs- und alterungsbeständig und damit auch sehr gut beständig gegen UV-Strahlung und Ozon. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung wird Sie dieses Material nicht im Stich lassen. Es wird häufig als Dichtungsband eingesetzt, weil es gegen viele Einflüsse von außen beständig ist und eine lange Lebensdauer hat – perfekt für Haustüren, Balkontüren und Dachfenster!

EPDM Zellkautschukband

NBR-Zellkautschuk
NBR-Zellkautschuk hält langem oder permanentem Kontakt mit Öl sehr gut stand. Das Material ist weich und flexibel und hat gute mechanische Eigenschaften. Es wird häufig zur Abdichtung in Maschinenräumen, in der Schifffahrt und im Offshore-Bereich eingesetzt, kann aber auch zur Stoßdämpfung verwendet werden.

Neopren-Zellkautschuk
Besonders witterungsbeständig und ideal für Außentüren und stark beanspruchte Bereiche.

Neopren-Zellkautschuk hat geschlossene Zellen, wodurch er wasserdicht ist und keine Flüssigkeit aufnimmt. Das Material ist gut flammhemmend und relativ ölbeständig, wodurch es oft auch bei temporärem Kontakt mit Öl verwendet wird. Neopren findet man häufig in der Schifffahrt und in Offshore-Anwendungen, aber auch im öffentlichen Raum und in Gebäuden.

Schwammgummi

Schwammgummi
Schwammgummi wird aus Naturgummi hergestellt. Er wird auch gelegentlich NR-Zellkautschuk genannt. Dieser orangefarbene Zellgummi ist für seine guten mechanischen Eigenschaften bekannt. Das Material eignet sich besonders gut für häufiges Zusammendrücken, wonach es jedes Mal wieder in seine ursprüngliche Form zurückkehrt. Es handelt sich also um ein besonders gut verformbares Material mit hoher Elastizität. Im Gegensatz zu einigen anderen Zellkautschukarten ist Zellkautschuk aus Naturgummi nicht wasserdicht. Mehr noch: Das Material nimmt Flüssigkeiten sogar sehr gut auf. Deshalb ist es mit einem Schwamm vergleichbar.

Silikondichtungen: Sehr flexibel und langlebig, ideal für empfindliche Abdichtungen.

Silikongummi ist unglaublich vielseitig, weil er gegen sehr viele verschiedene Einflüsse beständig ist. Silikonschaum ist wasserfest und kann bei höheren Temperaturen von bis zu 200 °C verwendet werden. Er ist darüber hinaus gut beständig gegen (Witterungs-)Einflüsse von außen und hält lang. Häufig wird er für etwas anspruchsvollere Abdichtungen und für Schutzleisten eingesetzt.

Wer auf hochwertige Materialien setzt, profitiert von einer dauerhaften Lösung, die nicht nur die Energieeffizienz verbessert, sondern auch Lärm und Feuchtigkeit effektiv reduziert.



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