Bodenbeläge für jeden Raum bedarfsgerecht auswählen

Der Bodenbelag hat großen Einfluss auf Komfort und Atmosphäre. Jedes Material bringt individuelle Eigenschaften mit sich, sodass die Auswahl sorgfältig vorgenommen werden sollte. Der Bau eines Eigenheims oder eine Sanierung sind ideale Gelegenheiten, um für jeden Raum den perfekten Fußboden zu ermitteln. Wir verraten, wo sich Parkett, Laminat, Kork und Co. besonders gut machen.

Parkettboden im Wohnzimmer

Wohnzimmer: einladend und pflegeleicht

Das Wohnzimmer ist in vielen Wohnungen der meist genutzte Raum. Ob Singles, Paare oder Familien mit Kindern und Haustieren: Im Wohnzimmer spielt sich ein Großteil des Alltags ab. Dort wird kommuniziert, gespielt und viel Zeit verspracht. Dementsprechend hoch ist die Beanspruchung des Fußbodens. Robuste und pflegeleichte Oberflächen sind gefordert, die trotz ihrer Strapazierfähigkeit ein möglichst einladendes Ambiente schaffen. Zwei der beliebtesten Produkte sind Parkett und Laminat. Parkett begeistert mit Langlebigkeit, Ästhetik und Robustheit. Gleichzeitig erlaubt es aufgrund der Verwendung echter Hölzer das Ausbessern von Schäden und lässt sich mittlerweile genauso leicht verlegen wie Laminat. Letzteres ist für preisbewusste Bauherren die bessere Option. Dieser Fußboden ist in zahlreichen Optiken erhältlich, extrem strapazierfähig, hygienisch und günstig. Für alle, die sich einen Eindruck zu den individuellen Designs verschaffen möchten, bietet Toom eine große Auswahl an Bodenbelägen, die direkt im Onlineshop durchstöbert werden kann. Darunter auch Produkte mit dem Umweltsiegel Blauer Engel. Die verschiedenen Materialien, wie Laminat und Parkett, werden im Shop des Baumarkts über Produktfotos innerhalb von Wohnräumen authentisch abgebildet.

Laminatboden im Wohnzimmer

Bei Parkett und Laminat ist aber natürlich längst nicht Schluss. Weitere Alternativen für das Wohnzimmer sind Kork, Linoleum, PVC, Fliesen und Teppichböden. Teppichböden und Fliesen sollten aber gut überlegt sein. Teppiche sind empfindlich und schnell schmutzig, was Wohnräume unansehnlich macht. Fliesen strahlen hingegen vergleichsweise wenig Behaglichkeit aus und verleihen Räumen eine gewisse Kühle.
In der Datenbank des Internationalen Vereins für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen – natureplus e.V. können Verbraucher gezielt nach wohngesunden Böden Ausschau halten.

Schlafzimmer: behaglich und komfortabel

Der Fußboden hat großen Anteil daran, wie ein Raum auf Bewohner wirkt. In Schlafräumen spielt Komfort eine entscheidende Rolle. Dieser Raum soll gemütlich und einladend wirken, eine Oase der Ruhe sein. Für viele ist ein textiler Untergrund der Inbegriff von Behaglichkeit, was dazu veranlasst das Schlafzimmer mit Teppichboden auszulegen. Da hier eher selten mit Nahrungsmitteln hantiert wird, ist die Gefahr für Flecken relativ gering.
Die Vorteile sprechen für sich:
• warmes Laufgefühl
• rutschfest
• schalldämmend
• gemütlich
• stimmungsvoll

Teppichboden in vielen DesignsBeim Kauf sollte aber darauf geachtet werden, dass möglichst keine Weichmacher, kein Formaldehyd oder sonstige Wohngifte enthalten sind. Das Qualitätssiegel Blauer Engel dient Verbrauchern als wertvolle Orientierung und kennzeichnet gesundheitlich unbedenkliche Produkte. Außerdem sollten die Qualitätsindikatoren Farbechtheit, Faserlänge, Fasermaterial, Teppichrückenmaterial und Belastbarkeit kritisch geprüft werden.
Für Allergiker ist Teppich weniger ideal.
Zwar gibt es im Handel durchaus allergikerfreundliche Varianten, doch insbesondere Menschen mit Hausstauballergie bevorzugen einen Untergrund, der sich feucht wischen lässt.

Für Allergiker hervorragend geeignet, sind Böden aus Kork. Das elastische Naturmaterial wird aus der Rinde der Korkeiche oder des Amur-Korkbaums gewonnen und begeistert mit ausgezeichneten Eigenschaften:
• umweltfreundlich
• wohngesund
• keine elektrostatische Aufladung
• feuchtigkeitsregulierend
• rückenschonend
• isolierend
• trittschalldämmend
• hygienisch
Inzwischen ist auch die optische Vielfalt bei Kork enorm, sodass es weitaus mehr gibt, als das klassische Design mit dem typischen Gelb- beziehungsweise Braunton. Sogar Imitationen von Holzböden und Steinfliesen sind erhältlich. Ebenfalls zu empfehlen für Schlafzimmer sind Parkett, Dielenböden und Laminat.

Küche und Essbereich: Hygiene ist das A & O

In der Küche und im Esszimmer sind pflegeleichte Böden gefordert. Flecken sind vorprogrammiert und sollten sich problemlos entfernen lassen, um hygienische Bedingungen zu schaffen. Auch gegenüber Feuchtigkeit und Stößen muss der Fußboden in diesen Zonen resistent sein. Schnell sind Getränke verschüttet oder Gegenstände wie Teller fallen herunter. Oft wird zu Fiesen geraten, was nicht immer die beste Entscheidung ist. Je nach Qualität reagiert Fliesenboden empfindlich auf Stöße und es kommt zu Rissen oder gar schwereren Schäden. Hervorragende Alternativen sind Beton und Kork. Beton ist robust, langlebig und hat keine pflegeintensiven Fugen, wie es bei Fliesen der Fall ist. Kork eignet sich für die Küche, weil das Multitalent aus der Natur feuerfest, wasserabweisend, gelenkschonend und ebenfalls sehr pflegeleicht und robust ist.

Badezimmer: Nässe und hohe Luftfeuchtigkeit verlangen einiges ab

Im Bad ist in erster Linie eines wichtig: Die Unempfindlichkeit gegenüber Nässe, Spritzwasser und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Böden aus Holz sind nicht optimal. Gut geeignet, ist Bambusparkett. Bambus kommt mit den Bedingungen in Bädern ausgezeichnet zurecht und verlangt sogar nach einer hohen Luftfeuchtigkeit.
Bambus ist härter als Eiche, Ahorn und Buche sowie extrem widerstandsfähig und formstabil. Außerdem überzeugt Bambusboden mit wunderschönen Optiken und einer überragenden Ökobilanz. Mit dem Kauf des schnell nachwachsenden Rohstoffs tragen Verbraucher zum Klimaschutz bei. Alternativen sind Fliesen und Mosaikfliesen. Mosaikfliesen sind aufgrund der vielen Fugen vorteilhaft, weil sie rutschhemmend wirken und die Sturzgefahr im Bad mindern.

Bambusrohre - Bambusboden

Flur: Starke Alleskönner

Der Boden im Flur muss extremen Strapazen standhalten. Schmutz, Nässe und Absätze von Schuhen stehen auf der Tagesordnung. Fliesen, Steingut und Beton sind ratsame Vertreter für diesen Wohnbereich. Generell muss der Untergrund im Eingangsbereich extrem robust, rutschhemmend und leicht zu reinigen sein. Ein Teppichboden wäre hier fehl am Platz.

Achtung Nutzungsklasse!

Abschließend möchten wir auf die Nutzungsklasse (NK) aufmerksam machen, die bei Fußböden auf dessen Abriebfestigkeit hinweist. Bei Parkett ist von der Abriebklasse (AC) die Rede. Die Tabelle fasst die wichtigsten Fakten hierzu zusammen:

Nutzungsklasse / Abriebklasse ... Empfehlung für folgende Räume
NK23 / AC 3 ............................. Flur, Küche – intensiv genutzte Zimmer
NK22 / AC 2 ............................. Wohn- und Esszimmer – normal genutzte Zimmer
NK21 / AC 1 ............................. Schlafzimmer – mäßig genutzte Zimmer

Bilder Quellenhinweis 1-4: StockSnap / betexion / KoalaParkLaundromat / Free-Photos


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