So dämmen Sie Ihre Immobilie richtig


Immobilienbesitzer aufgepasst! Die richtige Dämmung ist entscheidend, wenn es um die Renovierung Ihrer Immobilie geht. Doch worauf sollte man bei der Dämmung und der Auswahl der Materialien achten? Wir geben einige Tipps...

Renovierung im Altbau beginnt mit der DämmungBild: Beispiel für ein renovierungsbedürftiges Haus. Hier muss gut überlegt werden, wie die Reihenfolge der einzelnen Maßnahmen aufeinander abgestimmt wird. (Bildquelle: pixabay.com)


Warum ist eine gute Dämmung heute so wichtig?

Die Dämmung ist eines der wichtigsten Elemente bei einer Renovierung. Bei älteren Häusern senkt eine gute Dämmung die Energiekosten merklich und steigert das Wohlbefinden für die Bewohner.

 Der wichtigste Grund für eine gute Dämmung ist, dass sie die erzeugte Wärme lange im Haus hält.

Im Winter bedeutet das, dass Sie Ihr Zuhause also nicht so stark heizen müssen, um es drinnen gemütlich warm zu haben. Das spart nicht nur Geld für Energie, sondern ist auch gut für die Umwelt, da beim Heizen die Atmosphäre immer belastet wird. Wer weniger heizt, belastet auch die Umwelt weniger! Gerade heute in Zeiten knapper Energien und hoher Energiepreise rechnet sich eine gute Dämmung sehr schnell.

Im Sommer wird verhindert, dass an heißen Tagen zu viel Wärme in das Haus gelangt und es unangenehm warm wird.

 Ein weiterer Vorteil einer richtigen Dämmung ist, dass Sie vor Lärm geschützt sind. Gerade in Städten kann man sich mit etwas mehr Ruhe sehr viel besser wohlfühlen! Eine gute Aussendämmung, hochwertige Fenster, eine wärmegedämmte Hauseingangstüre und eine Dämmung des Hausdaches bieten für alle Umwelteinflüsse sicheren Schutz!

Möchten Sie auf Ihrem Bungalow-Flachdach eine wirkungsvolle und witterungsbeständige Dämmung errichten? Dann können Sie das mit einer Gefälledämmung tun. Dafür gibt es speziell Dämmplatten, die es erlauben, ein gutes Gefälle zu errichten, um Wasser schnell abfließen zu lassen.

Wann und wie lohnt es sich, eine Immobilie zu dämmen?

Energiekosten: Die steigenden Energiekosten machen es immer wichtiger, besonders bei der Renovierung von Altbauten auf eine gute Wärmedämmung zu achten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Immobilie energetisch auf Vordermann zu bringen und an die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen anzupassen. Die Art der Dämmung hängt dabei unter anderem vom jeweiligen Gebäude und den baulichen Gegebenheiten ab.



Reihenfolge: Was soll wann und in welcher Folge gedämmt werden? Die meisten Energieberater und Dämmexperten entscheiden sich für einen integrierten Ansatz, bei dem alle Bereiche des Hauses gleichzeitig gedämmt werden.

 Dies ist die effektivste Methode, um sicherzustellen, dass Ihr Haus in Zukunft so energieeffizient wie möglich ist. Allerdings ist dies nicht immer die einfachste Lösung, insbesondere dann, wenn Sie auf ein begrenztes Budget angewiesen sind. Denn bei einer kompletten Renovierung müssen Hausfassade, die Fenster, das Hausdach, 

die Hauseinganstüre und der Keller bzw. die Kellerdecke mit einbezogen werden. Grundsätzlich sollte man immer dort ansetzen, wo am meisten Wärme entweicht - also an den schwachen Stellen des Hauses. Doch auch hier gibt es keine allgemeingültige Regel, da der Zustand des Hauses entscheidend ist: Ist das Dach marode und muss dringend erneuert werden, macht es Sinn, dieses zuerst zu dämmen bevor neue Dachziegel gelegt werden. Bei älteren Fenstern, die einen hohen Wärmeverlust aufweisen und erneuert werden müssen, ist es sinnvoll, statt zu reparieren gleich neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung und dichten Rahmen einzusetzen.

Aber nicht nur die Kostenersparnis im künftigen Betrieb des Gebäudes ist ein Grund für eine vernünftige Wärmedämmung, auch der Schutz des Klimas spielt bei diesem Thema eine wichtige Rolle. Denn je weniger Energie verbraucht wird, desto weniger CO2 wird ausgestoßen - und das kommt allen zugute.
 Wichtig sind auch staatliche Fördermaßnahmen zur Energie-Effizienz heranzuziehen. Hier können Immobilieneigentümer bei der Renovierung eine Menge Geld sparen bzw. vergünstigte Kredite erhalten.

Mineralische FassadendämmungBild: Mineralische Fassadendämmung mit Dübelverankerung. (Bild: Kuptsova, Pixabay.com)

Welches Material zur Wärmedämmung

Bei der Dämmung der Hausfassade ist es wichtig, dass das Isolations-Material bzw. Dämm-Material auf die vorhandene Bausubstanz und die Art des Gebäudes abgestimmt wird. Dabei ist es wichtig zu wissen, welche Arten von Dämm-Materialien es gibt: Die häufigsten Dämmstoffe sind Styroporplatten (Polystyrol-Hartschaum - auch als EPS bekannt) und mineralische Dämmstoffe wie Steinwollematten und Glaswolle. Sie machen ca. 90% des verwendeten Dämm-Materials bei Fassadendämmungen aus. Styropoplatten punkten durch guten Preis und leichte Handhabung, mineralische Dämmstoffe zeichnen sich neben hoher Dämmwirkung besonders durch höhere Brandsicherheit aus. Ökologisch denkende Bauherren und Modernisierer entscheiden sich gerne für ökologische Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holzfaser, Kork, Schilf oder Hanf.

Die passende Dämmstoff-Stärke auswählen

Die optimale Dicke des Dämmmaterials für Ihre Immobilie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Wärmeleitfähigkeit und der Dampfdiffusionsfähigkeit des Materials. Möchten Sie beispielsweise einen U-Wert von 0,24 W/m2K erreichen, so benötigen Sie eine 10 cm dicke Dämmschicht aus einer PUR-Hartschaum-Dämmung, eine 18 cm dicke Schicht aus Holzfasern oder 24 cm Kalziumsilikat.

 Kalziumsilikatplatten sind jedoch vergleichsweise teuer und werden meistens zusätzlich als Innendämmung der Wände eingesetzt: das poröse Material puffert zeitweise auftretende Feuchtigkeit und trocknet schnell wieder aus. Zudem ist Kalziumsilikat hochalkalisch, was ein Schimmelpilzwachstum verhindert.

Für die Fassendämmung werden heute meistens die von der Dämmstoffindustrie angebotenen "Wärmedämm-Verbundsysteme" eingesetzt (abgekürzt WDVS oder WDV-System). Hier sind Dämm-Material, Dämmstoffstärke, Armierung, Unter- und Oberputz optimal aufeinander abgestimmt und geben dem Anwender hohe Verarbeitungssicherheit.

Beachten Sie beim Kauf Ihres Dämmmaterials, dass je nach Material eine dickere oder dünnere Dämmschicht erforderlich ist, um die bestmögliche Wärmedämmung für Ihre Immobilie zu erzielen. 

Das wiederum bedeutet, dass Fenster, Fensterlaibungen und Türen entsprechend richtig integriert werden müssen und gegebenenfalls der Dachvorstand erweitert werden muss. Die Dämmung ist eines der wichtigsten Elemente bei einer Renovierung und steigert natürlich auch den Wert Ihrer Immobilie! Viele Menschen denken, dass sie nur für Neubauten relevant ist, aber gerade bei älteren Häusern kann eine gute Dämmung die Energiekosten effizient senken und durch ein gutes Raumklima das Wohlbefinden im Haus enorm steigern. Die Investition in eine gute Dämmung bei älteren Gebäuden lohnt sich also in jedem Fall.


Wärmedämmung schafft mehr Wohnqualität
Bild: Eine gute Dämmung des Hauses schafft eine gemütliche Wohnatmosphäre und spart effizient und dauerhaft Heizenergie und somit Heizkosten. (Bildquelle: Ulrike Görgl, pixabay.de)


  BauPraxis Themen Tipps

Interessante Beiträge aus anderen Themenbereichen von BauPraxis:

  BauPraxis Link Tipp

Neue Fenster einbauen - Staatliche Förderung!

Neue Fenster mit staatlicher Förderung

Krisen und Klimawandel führen zu steigenden Energiepreisen. Neue Fenster, die eine gute Wärmedämmung bieten, leisten einen Beitrag zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz. Eine staatliche Förderung bietet einen Anreiz, ältere und schlecht gedämmte Gebäude mit neuen modernen Fenstern auszustatten. Lesen Sie unseren Artikel...






Drucken E-Mail


BauPraxis und seine Werbepartner brauchen für einzelne Coockies und Datennutzungen Ihre Einwilligung, um Inhalte und Anzeigen individuell zu gestalten. Mit Klick auf "Akzeptieren" sind Sie einverstanden. Vielen Dank! Sie können auch ablehnen, wobei dann BauPraxis eventuell nicht optimal funktioniert.