Schneefangsysteme: Kein Schnee von gestern!

Bei der Herbst-Dachwartung auch den Schneefang prüfen lassen. Auch wenn sich der Sommer gerade verabschiedet und ganz sicher noch ein goldener Herbst zu erwarten ist, sollten Hausbesitzer sich mit dem Thema Schnee befassen.

Schneefanggitter haben schwere Last zu tragenBei der Hausrenovierung und speziell bei der Dachwartung vor dem Winter sollten unbedingt die Schneefanggitter geprüft werden. Denn kommt erst der Schnee, ist es zu spät für eine Reparatur, die Gefahren einer Dachlawine sind dann groß.


Auch wenn sich der Sommer verabschiedet und ganz sicher noch ein goldener Herbst zu erwarten ist, sollten Hausbesitzer sich mit dem Thema Schnee rechtzeitig befassen. Und das auch in Regionen, die nicht gerade zu den "Wintersportgebieten" zählen. Die vergangenen Winter haben gezeigt: Die weiße Pracht kommt oft unverhofft.

Ganz gleich, ob die regionale Bauordnung ein Schneefangsystem vorschreibt: Fällt wirklich der erste Schnee - und das nicht nur mit einigen wenigen Flocken - kann sich diese Investition durchaus lohnen. Zum einen, weil Hausbesitzer eine Verkehrssicherungspflicht haben. Und zu der gehört auch, mögliche Gefahren durch Dachlawinen im Bereich von Zugängen und öffentlichen Verkehrswegen abzuwenden. Zum anderen können Schneefangsysteme vor Schäden am eigenen Gebäude schützen.

Nasser Pappschnee kann bis zu 20 kg pro Quadratmeter auf die Waage bringen. Bei einer Dachfläche eines durchschnittlichen Einfamilienhauses kommen so schnell mal über 3 t zusammen. Und wenn nur die Hälfte davon ins Rutschen gerät, donnert das Gewicht eines Mittelklasseautos auf den Gehweg.

Schon das verdeutlicht, weshalb Schneefangsysteme ausschließlich von entsprechenden Fachleuten wie den Dachdeckern montiert und regelmäßig vor dem Winter gewartet werden sollten. Je nach Schneelastannahme in der betreffenden Region muss das Schneefangsystem dimensioniert sein. Ebenso muss die Montage mit Haltesystemen ausgeführt sein, die diesen Schneelasten standhalten und sie zuverlässig ableiten. Nur wenige Quadratmeter abrutschender Nassschnee kann ohne entsprechendes Fangsystem z. B. die Dachrinne herunterreißen oder das Vordach des Eingangsbereichs zerstören.

Folgen auf Niederschlagsperioden Tauwetter und Frostnächte im schnellen Wechsel, sind mit Herbstlaub gefüllte Dachrinnen schnell überfordert. Dann kann es zu einer Eiszapfenbildung kommen. Wehe dem Passanten oder dem Auto, das unter diesen Eisgebilden steht. Darüber hinaus kann es auch auf der Dachfläche durch starke Temperaturschwankungen zur Bildung von Eisbarrieren kommen. Nachlaufendes Schmelzwasser wird dann unter Umständen nicht mehr abgeführt und bahnt sich selbst seinen Weg durch die Dacheindeckung oder unter mangelhafte Eindeckrahmen von Dachfenstern.

Diese Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, dem Dach mindestens einmal pro Jahr im Herbst eine Dachwartung durch den Dachdecker-Fachbetrieb in der Nähe zu gönnen. Und selbst wenn Starkschneefälle in einigen Regionen eine Seltenheit sind: Auch ein Autofahrer würde niemals auf den Sicherheitsgurt verzichten, nur weil er seit Jahren unfallfrei fährt.

Adressen qualifizierter Dachdeckerbetriebe gibt es bei den regionalen Dachdecker-Innungen und im Internet unter www.dachdecker.net

Schneefanggitter regelmäßig überprüfen lassen
Das Bild verdeutlicht, weshalb Schneefangsysteme ausschließlich von entsprechenden Fachleuten wie den Dachdeckern montiert und regelmäßig vor dem Winter gewartet werden sollten.

  BauPraxis Link Tipp


Bei Dachsanierungen müssen Alt und Neu zuverlässig zueinander finden

Luftdichtheit bei der Dachsanierung: Alte Bauteile und neue Dampfbremsbahnen müssen zuverlässig zueinander abgestimmt und verlegt werden. Lesen Sie hier in BauPraxis weiter!





Wir benutzen Cookies
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen für Sie individuell zu gestalten und Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Mit der Nutzung des Inhaltes von BauPraxis.de erklären Sie sich damit einverstanden.