Die neue Treppe planen: Bauarten, Material, Eignung und Preis

In vielen Häusern werden Treppen in Wohnbereiche integriert. Für einen Treppenlift im Alter sind geländerlose Treppen, die nicht an die Wand grenzen, ungeeignet. Mehr lesen Sie in diesem Artikel!

Betontreppe mit Edelstahl Geländer plus GlasDiese gerade, elegante Betontreppe an der Wand empor laufend, mit Edelstahl-Geländer und Glaseinsätzen, bietet gerade Linien und klares, funktionales Design - ideal für den späteren Einbau eines Treppenliftes, falls erforderlich. (Bildquelle: www.pixabay.com - Arek Socha)


Das typische Eigenheim ist ein Haus mit Keller, Erdgeschoss, einer Etage und Dachgeschoss. Damit gehört zur Bauplanung die Treppenplanung. Vielleicht möchten Sie im Laufe einer Sanierung neue Treppen oder zusätzliche Treppen einbauen. Die Treppenplanung stellt Sie vor die Wahl der Bauart. Das hängt zuerst von den räumlichen Gegebenheiten ab. Wie viel Platz gibt es für die Treppe? Soll eine Treppe im Raum oder im separaten Aufgang gebaut werden? Zu entscheiden ist weiterhin über Material und Design. Lassen Sie sich etwas Zeit für die Planung, denn eine Treppe soll Sie über viele Jahrzehnte begleiten.

Treppenarten und Eigenschaften verschiedener Treppen

Im gesonderten Aufgang werden meist gerade Treppen oder Wendeltreppen als durchgehende oder Podesttreppen gebaut. Hier ist meist genügend Raum für eine komfortable Treppenbreite. Der Hohlraum unter einer geraden Treppe lässt sich ausgezeichnet für Regale und Schränke nutzen.

In vielen Häusern werden Treppen in Wohnbereiche integriert. Zumindest der Aufgang zur ausgebauten Dachetage ist gewöhnlich eine Zimmertreppe, die nachträglich eingebaut wird. Hier kommt es auf schlanke, platzsparende, attraktive Designs an. Ideal sind dafür Spindeltreppen, Bogentreppen oder schlanke halbgewendelte Treppen.

In Innenräumen werden wegen des modernen, minimalistischen Designs auch gern freischwebende Treppen eingebaut. Die geländerlosen Treppen sind entweder an der Wand oder auf einem Mittelträger befestigt. So hübsch sie aussehen, für Familien mit Kindern sind sie zu unfallträchtig. Ältere Bewohner*innen kommen schon gar nicht ohne Geländer aus. Es ist die Überlegung wert, ob eine solche Treppe den erwünschen langfristigen Nutzungswert hat.

Für einen Treppenlift im Alter sind geländerlose Treppen, die nicht an die Wand grenzen, ungeeignet. Ebenfalls untauglich sind sehr schmale, extraleichte Raumspartreppen. Geht es um eine generationengerechte Treppenplanung oder Umbauten fürs Alter, können Sie sich umfangreich bei Handicare Treppenlifte online und persönlich beraten lassen. Handicare bietet Sitzlifte auch für Wendel-, Spindel- und Bogentreppen an.

Rund laufende Luxus-Holztreppe
Runde Luxus-Holztreppe mit schönen Stufen, passendem Holzgeländer und Schmiedeeisen-Einsätzen. Ein besonderes Design-Element im Haus! (Bildquelle: www.pixabay.com - palmettophoto1)


Aus welchem Material soll die Treppe gebaut werden?

Das Material entscheidet darüber, wie pflegeleicht und langlebig die neue Treppe ist.

Steintreppen überzeugen durch unvergleichliche Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit und die große Farbauswahl beim Stein. Treppen aus Naturstein wie Marmor, Granit, Sandstein, Quarzit, Kunststein oder Beton sind extrem wartungsarm und pflegeleicht. Sie eignen sich für den separaten Aufgang wie für dekorative Zimmertreppen. Vollenden lässt sich das Design mit einem eleganten Messing-, Edelstahl- oder Aluminiumgeländer, eventuell kombiniert mit Glas.

Holztreppen sind die gefragtesten Treppen für Neubau und Sanierung. Zur Auswahl stehen Massivholz oder mitteldichte Holzfaserplatten (MDF). MDF-Treppen oder Stufen aus gemischtem Vollholz können mit vielfachen Belägen dekorativ gestaltet werden. Möglich sind Furniere, PVC, Vinyl oder Linoleum in vielfältigsten Designs. Massivholz gibt es in zahlreichen schönen Holzfarben. Naturhölzer bestechen durch ihre einzigartigen Maserungen und Schattierungen. Als Geländer eignen sich schlichte Holzgeländer, gedrechselte Holzgeländer oder Glasgeländer. Messing und Massivholz harmonieren ebenfalls exzellent.

Zur Trittschalldämmung und Rutschhemmung können Sie die Stufen mit Teppichen belegen. Es gibt Treppenläufer und geeignete Stufen-Befestigungen. Sehr dekorativ zur Geltung kommen auf Holz halbrunde geklebte Teppichbeläge. Damit lassen sich eindrucksvolle Farbakzente setzen. Die Stufen sind dann allerdings nicht mehr vollständig für die Feuchtpflege geeignet.

Holzstufen mit Edelstrahlrohren
Geleimte Vollholztreppenstufen montiert auf Edelstahlrohren oder verchromten Eisenrohren - eine luftige und elegante Treppenlösung. (Bildquelle: www.pixabay.com - Michael Schwarzenberger)


Was kostet die neue Innentreppe?

Die Kostenfrage ist beim Neubau wie bei der Sanierung oft eine der Kernfragen. Die Marmortreppe mag noch so sehr begeistern, sie gehört nun einmal zu den sehr teuren Treppen. Grundsätzlich sind Natursteintreppen eher im höheren Preisniveau. Etwas günstiger sind Kunststein oder Beton. Steintreppen sollten vom Fachbetrieb eingebaut werden. Sie müssen mit Preislagen ab 2.500 Euro rechnen, einschließlich Montage.

Für Holztreppen gibt es dagegen Bausätze für den Eigenbau. Unbedingt sollte ein erfahrener Heimwerker ans Werk gehen. Andernfalls entscheiden Sie sich lieber für eine qualifizierte Fachkraft des Handwerks. Am günstigsten sind die schmalen, leichten Raumspartreppen, die es bereits für unter 100 Euro gibt. Sie werden meist für den Dachboden oder die Dach-Etage eingebaut. Bausätze für Massivholztreppen kosten ab 1.500 Euro für gerade Treppen und aus Holzwerkstoffen ab ca. 200 Euro.

Wendeltreppen sind entschieden teurer als gerade Treppen. Hier gibt es kaum Treppen, für die weniger als 2.000 Euro veranschlagt werden können. Besondere Angebote lassen sich natürlich immer finden. Auf jeden Fall lohnt sich der Vergleich bei der Treppenplanung für eine richtige Entscheidung!

Freie Raumtreppe auf Stahlträger ohne Geländer
Diese Treppe schwebt nahezu im Raum - Holzstufen auf einem Stahlträger ohne Geländer. Diese Treppe ist jedoch nicht geeignet für ältere Personen wie für Kinder. Auch ein Treppenlift lässt sich hier später nicht installieren. (Bildquelle: www.pixabay.com - Arek Socha)


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