Design, Gemütlichkeit und Energieeinsatz: Wie das Bad schön und wirtschaftlich gestaltet wird


Immer mehr Bäder werden heute nicht nur funktional, sondern als gestalteter Raum geplant. Farbenfrohe Fliesen, abgestimmte Lichtkonzepte und sichtbare Technik wie Designheizkörper gehen hier Hand in Hand.

Steigende Anforderungen an die Energieeffizienz und ein bewusster Umgang mit Wärme und Strom stellen jedoch zusätzlich Anforderungen an die Raumgestaltung. Lesen Sie unseren Beitrag:

Badheizkörper mit Wäsche
Bild: Moderne Badheizkörper gibt es in vielen Design-Varianten als praktische Handtuch- und Kleidungstrockner. (Bildquelle: lizenzfreies Foto von freepik.com)

Bad-Gestaltung: Heizkörper als Badbestandteil


Moderne Badheizkörper gibt es in allen erdenklichen Formen und Farben. Sie sind als vertikale Röhrenheizkörper, als flache Paneele oder auch als Modelle mit einer Glasfront erhältlich. Bei guter Planung werden sie dann auch gleich als gestalterische Elemente eingesetzt. Passende Ventile, Thermostate und Handtuchhalter in abgestimmten Oberflächen sorgen dafür, dass die Heiztechnik ins Badkonzept integriert wird.


Wer sein Bad heute saniert, kann auch die Heizflächen ganz bewusst anordnen. Schmale, hohe Modelle eignen sich für Nischen oder als Wandverkleidung neben der Dusche, horizontale Ausführungen für niedrige Wandbereiche. Elektrische Badheizkörper müssen lediglich mit einem Stromanschluss ausgestattet werden, was bei Bestandsbauten und Trockenbaulösungen zusätzlichen Spielraum schafft.

Modernes Bad blau-weiss mit Designelemenen
Bild: Im modernen Bad herrschen klare Linien und Handtücher werden am Designheizkörper perfekt getrocknet und kuschelig warm. (Bildquelle: lizenzfreies Foto von freepik.com)

BAD-Komfort: Temperatur, Handtücher, Raumklima


Den Komfort im Bad bestimmt in erster Linie die gefühlte Temperatur. Sie liegt empfehlenswerterweise etwas höher als in anderen Wohnräumen, in etwa zwischen 22 und 24 °C.
Hier leisten Handtuchheizkörper doppelte Dienste. Sie wärmen die Raumluft und dienen zugleich als Trocknungs- und Erwärmungsfläche für Handtücher. Dies steigert nicht nur das Komfortempfinden nach der Dusche oder dem Bad, sondern trägt auch zu einem gesunden Raumklima bei, da feuchte Textilien schneller trocknen und die Schimmelgefahr sinkt.

In vielen Sanierungskonzepten wird ein Grundheizsystem, z. B. eine Fußbodenheizung, mit einem separaten elektrischen Badheizkörper kombiniert. Die Grundwärme lässt sich also über möglichst tiefe Vorlauftemperaturen ganz effizient bereitstellen. Der Heizkörper gibt dann über seine große Oberfläche kurzfristig mehr Wärme ab, wenn das Bad genutzt wird. Diese Trennung von Grundlast und Komfortspitzen hilft dabei, Energie gezielt einzusetzen.

Handtuch über Badheizkörper
Bild: Wer einen modernen Badheizkörper mit Handtuchhalter-Funktion einbaut, muss die nassen Handtücher zum Trocknen nicht über alle Heizkörper zu verteilen. (Bildquelle: lizenzfreies Foto von freepik.com)

Energieeinsatz im Bad - Verbrauch verstehen und steuern


Der Energieeinsatz der modernen Heizkörper hängt von vielen Faktoren ab: vom Wärmebedarf, von der Leistung, der Regelung und der Nutzungsdauer.

Beispielrechnungen zeigen, wie sich Stromverbrauch und Kosten abschätzen lassen. Ein 500 Watt Heizkörper kostet bei zwei Stunden Laufzeit pro Tag in der Heizperiode etwa 1 kWh pro Tag, bei 40 Cent pro kWh also etwa 146 Euro im Jahr. Durch die Beschränkung auf gezielte Nutzungszeiten oder durch die Kombination mit einer Zeitschaltfunktion lässt sich der Betrag bedeutend verringern.


Moderne Systeme sind dafür mit Raumthermostaten, Wochenprogrammen oder App‑Steuerungen ausgestattet. So kann die Heizung immer nur dann aktiv sein, wenn das Bad tatsächlich benutzt wird, etwa in Zeitfenstern am Morgen und am Abend. Systeme mit Boost‑Funktion erlauben es, kurzfristig ein Setpoint von z. B. 25°C zu aktivieren, ohne den ganzen Tag mit Energie arbeiten zu müssen.

Bad-Modernisierung: Effizienz‑ und Design-Aspekte zusammendenken


Bäder werden oft im Paket von mehreren Gewerken gleichzeitig betrachtet. Bei der Betrachtung spielt neben dem wohl schönsten Aspekt, die Optik, auch die Lüftung, die Dämmung und die Heizungsfrage eine Rolle. Wer nur auf den Schönheitsaspekt schaut und dabei das Thema Wärmebedarf und Lüftung übersieht, wird sich später über ein ungünstiges Raumklima oder über einen hohen Energieverbrauch wundern und ärgern.


Zunächst sollte der gewünschte Komfortrahmen festgelegt werden, sprich Temperatur, Nutzungszeit und Trocknung von Handtüchern und dahingehend dann die Heizlösung ausgewählt werden. Eine Kombination aus effizienter Grundheizung, gut steuerbarem Badheizkörper und ausreichender Lüftung, z.B. über dezentrale Geräte, schränkt sowohl den Energieeinsatz als auch die Gefahr von Schimmelbildung ein.

Modernes Bad mit Designelementen
Bild: Modernes Bad mit eleganten Wandfliesen und Designelementen, wie dem verchromten Badheizkörper und Handtuchhalter. (Bildquelle: Foto von Anna Lisa from pixabay.com)




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