Heute wohnen immer mehr Menschen allein oder zu zweit. Im Jahr 2005 gab es in Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund 24 Mio. Mehrpersonen-Haushalte und 14,7 Mio. Einpersonen-Haushalte. Bis zum Jahr 2023 ist die Zahl der Single-Haushalte weiter angestiegen – auf rund 17 Millionen. Grund ist eine soziodemographische Verschiebung, durch die immer mehr Menschen entweder allein oder zu zweit leben und in vielen Haushalten beide Partner berufstätig sind.
Bild: Regelmäßiges Lüften der Wohnung ist tagsüber für viele Haushalte ein Problem. (Bildquelle: Altes Fenster von RD Law auf pixabay.com)
In Deutschland gibt es über 17 Millionen Single-Haushalte
September 2025
Wenn alle zur Arbeit oder in die Schule gehen und das Haus oder die Wohnung tagsüber leer steht, kann niemand die Fenster öffnen, um ausreichend zu lüften. Ein echtes Problem, wie eine kürzlich veröffentliche Marktstudie der Portalikus GmbH zeigt. Demnach sind rund 4,3 Millionen Wohnstätten – also etwa zehn Prozent aller Wohneinheiten in Deutschland – von Schimmelpilzbefall betroffen.
Wer allein oder zu zweit wohnt und am Morgen schnell zur Arbeit muss, der hat keine Zeit, sich um die Lüftung der Wohnung zu kümmern. Nach dem Aufstehen wird geduscht, eventuell ein Frühstück bereitet, Kaffee gekocht und noch die Spülmaschine angestellt. Viele Single-Haushalte trocknen auch noch die Wäsche in der Wohnung, denn in vielen Häusern gibt es kaum Platz, Wäsche aufzuhängen. Klar, wenn die Wohnung verlassen wird, sind alle Fenster und Balkontüren geschlossen, um nicht Einbrechern auch noch die Arbeit zu erleichtern.
Wer mit diesem Wohn-Lebensstil auf die reine Fensterlüftung angewiesen ist, kann nur durch mehrmaliges Lüften am Tag für den erforderlichen Luftaustausch in den Räumen sorgen und damit Feuchtigkeit reduzieren, die beispielsweise beim Duschen oder beim Kochen in die Raumluft gelangt. Auch im Schlafzimmer entsteht viel Feuchtigkeit, die über offene Fenster nach draussen gelüftet werden sollte.
Bei spärlichem Lüftungsverhalten, das ja für die tagsüber arbeitenden Bewohner kaum anders möglich ist, entsteht nach einiger Zeit Schimmel. Er gedeiht in den Ecken des Badezimmers, hinter Teppichleisten oder Tapeten an den Wänden oder um die Fenster, weil sich hier Feuchtigkeit niederschlägt. Besonders in kalten oder unbeheizten Räumen hilft die feuchte warme Innenluft dem Schimmel beim Wachstum.
Schimmel in der Wohnung ist gefährlich, da er Atemwegsreizungen, Allergien und Asthma verursachen kann, und besonders riskant ist für Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem. Wohnen in Räumen mit ➔ Schimmelbildung kann zu chronischen Erkrankungen wie Bronchitis oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen, und einige Schimmelarten können sogar schwere Infektionen auslösen.
Regelmäßiges Lüften kann zur Herausforderung werden
Mehrgenerationenhaushalte werden nach Auswertungen des statistischen Bundesamtes immer seltener. Der Grund: Ein fortschreitender soziodemographischer Wandel, der sich auch auf die Wohnsituation auswirkt. So hat sich die Struktur der Haushalte in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Zum einen durch einen Zuwachs der alleinstehenden Bevölkerung – u.a. in Folge geänderter Lebensweisen und Erwerbsmuster. Die Anzahl der Erwerbstätigen hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. „Ältere Menschen“ wollen oder müssen ihren Beruf über ihr reguläres Renteneintrittsalter hinweg weiter ausüben. Zudem ist die Erwerbstätigkeit für Frauen längst nicht mehr die Ausnahme.
Die klassische Mieterfamilie trifft man immer weniger an, während die Zahl der so genannten Patchwork-Familien, der Doppelverdiener ohne Kinder oder auch der Single-Haushalte kontinuierlich steigt. Mit der Folge, dass seltener jemand tagsüber ständig zu Hause ist – wie vormals die „klassische Hausfrau“ – um mehrmals am Tag die Wohnung zu lüften.
Eine zuverlässigere, sehr komfortable und sichere Lösung für das Lüftungsproblem bietet die kontrollierte Wohnraumlüftung. Sie gewährleistet kontinuierlich und automatisiert einen regelmäßigen Luftaustausch und sorgt damit für hygienisch frische Raumluft, hilft zusätzlich beim Energiesparen und bietet durch geschlossene Fenster und Türen ➔ Einbrechern wenig Chancen. 
Bild: Schema einer zentralen Wohnungslüftungsanlage ➔ Frischluft von außen wird gefiltert und in die Wohn- und Schlafräume befördert. Gleichzeitig wird verbrauchte Luft aus Küche und Bad nach außen abgeleitet. Für Bewohnter bedeutet das Durchatmen im Wohn- und Schlafbereich. (Bildquelle: Initiative „Gute Luft, Köln)
Moderne Haustechnik als Ausweg aus der Schimmelproblematik
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung ist eine praktische Lösung, die beides vereint: Eine gute Energieeffizienz und eine optimale Luftqualität. Denn die Lüftungsanlage arbeitet auch, wenn niemand zu Hause ist. Dank verschiedenster Lüftungslösungen gibt es für jedes Wohngebäude das passende System. Auch ein ➔ nachträglicher Einbau in Wohnungen oder ältere Häuser ist möglich.
Dabei gibt es zentrale Lüftungssysteme, die über ein Rohrsystem die Luft in allen Räumen ständig erneuern oder ➔ dezentrale Lüftungslösungen für einzelne Räume. Diese Lösungen sind interessant bei Neubauten, bei Althaussanierungen oder beim Umbau ganzer Wohnetagen.
Bild: Moderne Lüftungsgeräte lassen sich dank ihrer kompakten Bauweise problemlos hinter dem Wandaufbau installieren. (Bildquelle: Pluggit, Initiative „Gute Luft, Köln)
Bild: Geringe Einbautiefe mit maximaler Wirkung: Beim abgebildeten Einbaubeispiel „verschwindet“ das Lüftungsgerät im Haushaltsraum in einer schmalen Wandnische. Und dank der Deckenaufhängung wird auch keine Bodenfläche beansprucht. (Bildquelle: Stiebel Eltron, Initiative „Gute Luft, Köln)
Dezentrale Lösungen bieten sich besonders für Wohnungen an, denn hier werden keine Rohrleitungen benötigt und kein zentrales Lüftungsgerät. In den jeweiligen Räumen wird lediglich ein Loch mittels einer Kernbohrung in der Aussenwand erstellt, in das dann die moderne Lüftungstechnik installiert wird. Zentrale wie auch dezentrale ➔ Wohnungslüftungen sind heute besonders leise, zugluftfrei und sparen gleichzeitig Energie durch ausgeklügelte Wärmetauschersysteme. Innovative und effiziente Technik bietet mit einer automatischen Wohnungslüftung die perfekte Antwort auf das veränderte Wohnen und Lüften in Haushalten von Singles oder Paaren. Und: Für die Investition in eine Lüftungsanlage gibt es übrigens staatliche Förderung.
Weitere Infos sowie aktuelle Förderkriterien können Sie unter ➔ https://wohnungs-lueftung.de/foerderung/
nachlesen.
Über die Initiative „Gute Luft“
Gute Luft liegt uns am Herzen! Erfahren Sie mehr über die Vorteile von Lüftungsanlagen unter www.wohnungs-lueftung.de. Getragen wird dieses Verbraucherportal von den renommiertesten Verbänden in der Lüftungsbranche: Den Initiatoren BDH (Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V.) und FGK (Fachverband Gebäude-Klima e.V.) sowie dem Bundesverband für Wohnungslüftung e.V. (VfW)
Ein BauPraxis Beitrag in Zusammenarbeit mit der Initiative Gute Luft (BDH), Köln/Ludwigsburg und der Sage & Schreibe GmbH, München
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In der Ruhe liegt die Kraft: Moderne Lüftungsanlagen sorgen leise und effizient für frische Raumluft
Ein großer Vorteil moderner Wohnungslüftungen ist die geräuscharme Arbeitsweise dieser Systeme. Dank innovativer Technologien und ausgeklügeltem Design bemerkt man die modernen Systeme kaum – sie arbeiten effizient ganz leise im Hintergrund und sorgen somit „in aller Stille“ für ein gesundes und angenehmes Raumklima. Moderne Lüftungssysteme arbeiten mit sehr geringen Schallpegeln. Ausführliche Informationen zur Wohnraumlüftung lesen Sie hier...
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Lüften, Luftfeuchtigkeit und Lüftungsanlagen:
Die häufigsten Mythen über eine gesunde Raumluft
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