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Können Bauherren zukünftig auf die staatliche KfW Förderung bauen?
Die Fördergeld-Profis von foerderdata.de zeigen auf, was die angekündigten Änderungen im KfW-Programm Energieeffizient Bauen bedeuten.

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Mai 2015

Momentan müsste die KfW vor ihrer Bank wohl selbst ein großes Baustellenschild aufstellen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist gerade dabei ihre Bau- und Sanierungsprogramme um und auszubauen. Umbauziel: Energieeffizientes Bauen und Sanieren soll in Deutschland attraktiver und so viele Häuser wie möglich fit für eine energiesparende Zukunft gemacht werden.

Die KfW-Bank wickelt dafür die staatlichen Förderprogramme im Auftrag von Merkel und Gabriel ab und stellt zinsgünstige Kredite, Zuschuss-Programme oder Kreditprogramme mit möglichem Tilgungszuschuss bereit. Neu angekündigt sind zusätzliche Förderung für Nichtwohngebäude und öffentliche Gebäude. Auch das für private Bauherren wichtige KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ bleibt nicht verschont. Ein Grund für die anstehenden Änderungen ist die Energieeinsparverordnung (EnEV), die 2016 mit erhöhten Anforderungen für Neubauten bereits jetzt schon an die Türen der Förderbank klopft.


Förderungen für Bauherren und Hausbesitzer


So fördert die KfW jetzt


Im letzten Jahr machte der Staat Fördergelder in Höhe von 5.623 Mio. € für den Neubau energieeffizienter Wohnhäuser locker. Momentan fördert die KfW drei Energiestandards. 2014 wurden 76 % der Fördergelder in den Bau vom KfW-Effizienzhausstandard 70 gesteckt, 18 % in KfW-Effizienzhäuser 55 und 6 % in KfW-Effizienzhäuser 40.

Derzeit können neue Wohnhäuser mit bis zu 50.000,- € je Wohneinheit ab 0,85 % für ein neues KfW-Effizienzhaus 70 über einen zinsgünstigen KfW-Kredit finanziert werden. Ein Kredit für die noch besseren Effizienzhausstandards 55 und 40 ist ab 0,75 % abrufbar und hier packt die KfW einen zusätzlichen Tilgungszuschuss obendrauf.


Effizienzhaus 70 raus – Effizienzhaus 40 plus rein

Wer seinen Förderantrag ab 1. April 2016 einreicht, muss sich auf Änderungen gefasst machen. Das Bauherren-Programm “Energieeffizient Bauen” wird neu aufgestellt. Was bedeutet das für die eigene Baustelle? Die schlechte Nachricht zuerst: Das beliebte KfW-Effizienzhaus 70 fliegt aus dem Programm. Verantwortlich dafür: Ab dem 1. Januar 2016 tritt eine 25-prozentige Verschärfung des nach Energiesparverordnung (EnEV) zulässigen Primärenergiebedarfs bei Neubauten in Kraft. Damit wird die Latte für alle Bauherren höher gelegt. Der EnEV-Neubaustandard wird von vorn herein um 25 % gesenkt. Das KfW-Effizienzhaus 70 ist dann quasi normal – allerdings nicht mehr gut genug für die Effizienzförderung. Ein neuer Förderstandard rückt dafür nach - oder besser, legt noch eine Schippe oben drauf. Das KfW-Effizienzhaus 40 Plus geht mit den höchsten Anforderungen an den Start, die selbst die anspruchsvollen Effizienz- und Passivhäuser 55 und 40 in den Schatten stellen.


Wer die Neubau-Förderung zukünftig nutzen will, muss bald also noch energieeffizienter Bauen.


Energieeffizienter heißt dabei allerdings nicht nur teurer bauen. Denn durch die eingesparte Energie und deren Kosten, kann nach dem Einzug dauerhaft gespart werden. Und auch bei der Förderung will die KfW ordentlich nachbessern. Demnächst kann der erhöhte Kreditbetrag von 100.000,- € je Wohneinheit genutzt werden. Zudem will die KfW den Kredit für eine Zinsbindung von 20 Jahren anbieten. Ein günstiger Zinssatz wäre dann für die gesamte Laufzeit von bis zu 20 Jahren garantiert. Eine Schutzklausel im Kaufvertrag soll künftig die Förderung für den Kauf vom neuen Eigenheim sicher stellen. Der Kaufvertrag soll dafür eine Haftung des Verkäufers für den geplanten KfW-Effizienzhausstandard vorsehen. Die Förderung für ein KfW-Effizienzhaus 55 zu bekommen, soll dank eines neuen Nachweisverfahrens einfacher werden. Und auch die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen Energieberater soll bald gefördert werden. Bauherren können hier ab 1. April 2016 das Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Baubegleitung“ nutzen.


Tilgungszuschuss macht KfW-Kredit interessant


Welches Effizienzhaus ist das richtige? Das kann und darf jeder selbst entscheiden. Jedes, der im KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ geförderten Häuser, ist besser als der gesetzliche Standard. Ein niedrigeres und besseres Effizienzhausniveau kostet beim Bau erst einmal mehr. Die erkauften Energiesparpotenziale zahlen sich dafür zukünftig um das mehrfache aus.
Egal ob 2015 oder 2016 – der Förderbonus von der KfW lohnt sich. Die Förderkredite der Top-Effizienzhäuser, rechnen sich nicht nur durch die günstigen, vom Staat verbilligten Zinssätze sondern auch durch den zusätzlichen Tilgungszuschuss. Hier erlässt die KfW einen Teil des Kreditbetrags von vorn herein. Für ein Effizienzhaus 55 heißt das momentan, bis zu 2.500,- € des Kredits müssen nicht zurückgezahlt werden, für ein Effizienzhaus 40 erlässt die KfW bis zu 5.000,- €. Das wirkt sich günstig auf Laufzeit und Zinsen aus.


Hausbau-Zuschuss von der Stadt oder Gemeinde


Fördermöglichkeiten klopfen nicht mal eben an die Haustür, wenn man sie gerade braucht. Den Weg zur KfW kann man sich zumindest sparen. Hier übernimmt die Hausbank Förderantrag und Abwicklung. Einen Zuschuss wie Hausmodernisierer erhalten Bauherren von der KfW leider nicht. Die gibt es dafür von anderer Stelle. Je nach Wohnort und Familiensituation kommen weiter Fördertöpfe ins Spiel. In Summe stehen in Deutschland über 1.550 Förderungen (foerderdata.de) zum Neubau oder Hauskauf bereit. Sage und schreibe über 1.200 dieser Förderung stellen Städte und Gemeinden. Ein Rabatt aufs Baugrundstück, ein Familienbonus je Kind ein Zuschuss zum Generationenhaus oder auch zusätzlich fürs Effizienzhaus – die Fördermöglichkeiten sind groß. Und sie lohnen sich. Einen Überblick gibt die kostenlose Förderauskunft unter www.foerderdata.de. Mit der Abfrage von Wohnort und Bauvorhaben werden direkt alle wichtigen Informationen zu den passenden Programmen aufgezeigt.


foerderdata.de website screenshot

foerderdata.de ist ein Service der febis Service GmbH, Urheber der vielfach lizensierten Datenbank foerderdata. febis ist Informationsdienstleister mit umfangreicher Expertise in der Beratung von Hauseigentümern, Bauherren, der Wohnungswirtschaft sowie Kommunen und Gewerbe. Als Tochterunternehmen der DOCUgroup Company, der führenden europäischen Fachverlagsgruppe für Architektur, Bau- und Immobilienwirtschaft, ist das Unternehmen in der Branche bestens vernetzt. Die febis Service GmbH ist spezialisiert auf Beratungsleistungen in den Bereichen energetische Sanierung und Renovierung von Gebäuden.

febis Service GmbH
Geschäftsführung: Dipl.-Ing. Martin Kutschka
Philipp-Reis-Straße 4
65795 Hattersheim
Telefon: 06190 9263 - 400
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Internet: www.fe-bis.de













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