Wohnen wie Bill Gates
Deutsche Jugendliche stehen auf moderne Haustechnik

Elektronik im Haus in Zukunft ein Muss

Deutsche Jugendliche stehen auf moderne Haustechnik. Laut einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag des Finanzpartners BHW wünschen sich 37 Prozent der Youngster für ihr Traumhaus vollautomatische Elektronik. Für 25 Prozent sind die Energiewerte sehr wichtig, sie würden gern in ein Niedrigenergiehaus ziehen.
(Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag des Finanzpartners BHW. Befragt wurden 1.175 Youngsters im Alter von 14 bis 21 Jahren.)

Doch was ist heute schon technisch möglich? Während die neue Technik im Energiebereich schon heute hilft, Kosten zu sparen, verhindern unterschiedliche Systeme bei "intelligenten" Hausgeräten noch deren Siegeslauf.

>> Deutsche Jugendliche wissen, was sie wollen, zumindest wenn es ums Wohnen geht. Von einer einzigen Konsole aus Heizung, Küchengeräte oder gar das Badewasser vollautomatisch zu regeln, das ist die Vorstellung, die Deutschlands Nachwuchs von seinem idealen Haus hat. Die größten Technikbefürworter sind dabei die 14- bis 15-Jährigen. Auch die Ökologie spielt eine wichtige Rolle: 25 Prozent der Jugendlichen würden sich laut BHW-Umfrage für ein Niedrigenergiehaus entscheiden, 15 Prozent setzen auf umweltfreundliche Baustoffe. "Dabei widersprechen sich Ökologie und Technik nicht. Im Gegenteil: Durch moderne Haustechnik lässt sich die Energiebilanz deutlich verbessern", kommentiert BHW-Sprecher Matthias Schnabel das Ergebnis.


Entlastung per Knopfdruck


>> Zu den Technikanhängern gehört auch die 21-jährige Studentin Daniela Baumbach aus Göttingen. Für sie muss zukunftsweisende Haustechnik vor allem einen Zweck erfüllen: den Haushalt selbstständig managen. "Die Elektronik sollte alltägliche Aufgaben übernehmen, die Zeit kosten." Schließlich sei die Freizeit, wenn man später im Beruf stehe, ohnehin knapp bemessen. "Da will ich abends doch nicht mehr ans Einkaufen denken müssen oder gar die Heizung selbst regulieren."

>> Einiges ist schon möglich: Die Zukunft hat bereits begonnen: Fünfzig sogenannte "intelligente" Häuser gibt es in Deutschland, darunter auch Fertighäuser. Hersteller haben den Trend erkannt und bieten erste vorgefertigte High-Tech-Heime an, die zudem aus ökologischen Baustoffen hergestellt sind.

>> Auch bei Hausgeräten ist das 21. Jahrhundert angebrochen. So sind Kühlschränke, die sich per Online-Bestellung selbst wieder auffüllen oder das durch Zuruf zu öffnende Garagentor heute schon Realität.

>> Entscheidendes Manko: Die Geräte basieren zur Zeit noch auf unterschiedlichen Schaltsystemen. Eine Vereinheitlichung lässt auf sich warten. Dagegen kann moderne Elektronik im häuslichen Energiebereich problemlos genutzt werden.

>> "Durch spezielle Sensoren kann die Heizungsanlage optimal mit dem persönlichen Tagesablauf abgestimmt werden", sagt BHW-Experte Schnabel. "Damit lassen sich die Energiekosten effektiv senken."


Investition in die Zukunft


Ohne Vernetzung geht das alles nicht: Nur über die hauseigene Datenautobahn können beispielsweise Energie- und Wasserversorgung optimal mit intelligenten Hausgeräten zusammenspielen.

>> Daher ist es heute schon ratsam, bei einem "zukunftsorientierten" Neubau ein digitales Schaltsystem - das verbreitetste ist das Europäische Instabus-System (EIB) - mit einzuplanen.

>> Wem die Kosten von 18.000 bis 48.000 Mark (inklusive Kabel) zu hoch sind, der sollte zumindest schon einmal eine Steuerleitung für das EIB-System verlegen lassen (ca. 1.200 - 1.500 Mark). Der Vorteil: Das System kann dann zukünftig nach den finanziellen Möglichkeiten und Wünschen der Bewohner erweitert werden.


ERGEBNISSE BHW-UMFRAGE (durchgeführt von Emnid)


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