BauPraxis


Hausbau
Hausbau Neubau
Haus + Wohnen
BauPraxis Tipps

Recht + Gesetz
Bauen + Neubau
Wohnen im Haus
Renovierung
Altbausanierung
Kauf + Verkauf

Hausbesitzer
Planung
Technik
Oekologie

Finanzierung

Bau-News
Lexikon
Verzeichnis

Links





| BauPraxis Infos |
| Sitemap |
| Mediadaten online |
| Marketing-Pakete |
| Statistik |
| Information AGB |
| Impressum |




BauPraxis Tipps - Bauen Haus Wohnen

Recht Gesetz Bauen Neubau Wohnen im Haus
Renovierung Altbausanierung Hauskauf
Hausverkauf

Tipps zu Bauen Haus Wohnen

· Rechtliche Tipps rund um Haus und Bauen

Teurer Schaden: Parkett in Neubau wölbt sich und reißt.
Die Trockenzeit und damit das Feuchterisiko eines neuen Estrichs wird häufig unterschätzt.









Mietrecht & Urteile

Gefahren werden oft erst erkannt, wenn es zu spät ist. Aber wer haftet für den Schaden?

Zeit ist Geld - dieses Motto birgt gerade beim Hausbau immense Gefahren. Denn Baufeuchte benötigt deutlich mehr Zeit, um sicher austrocknen zu können, als es der Termindruck in der Regel zulässt. Typisches Schadenszenario ist ein sich wölbendes Parkett oder ein reißender Fliesenboden. Häufige Ursache ist nach Angaben der Experten des Online-Magazins homesolute.com ein zu feuchter Estrich. "Selbst wenn Kontrollmessungen an den üblichen Messpunkten in Ordnung sind, bedeutet das noch lange nicht, dass der Estrich in der gesamten Fläche trocken ist", sagt Walter Denzel, Experte für Feuchtemessverfahren. All zu oft werden kritische Stellen übersehen oder in Kauf genommen und mit den Bodenlegearbeiten begonnen.

Musterurteile: Haftung klar geregelt

Entgegen der landläufigen Meinung von Bauherren ist allerdings nicht der Estrichleger verantwortlich für die Feststellung der so genannten Belegreife, sondern der Bodenleger. Er haftet dann auch für die entstandenen Schäden. Das OLG Nürnberg stellt zwar fest, dass es sich bei Estrichlegearbeiten um ein besonders gefahrträchtiges Schlüsselgewerk handelt und der mit der Bauaufsicht betraute Architekt dies besonders sorgfältig zu überwachen hat. Auch das OLG Bamberg kommt zu der Auffassung, dass sich der objektüberwachende Architekt nach der Fertigstellung des Estrichs von der Verlegereife zu überzeugen hat. Dennoch sieht die Rechtsprechung hauptsächlich den Bodenleger in der Pflicht. Dieser muss im Rahmen seiner Prüfungs- und Hinweispflicht den Estrich des Vorunternehmers prüfen, ob er zur Verlegung des Bodens geeignet ist.

Einem Urteil des OLG Düsseldorf zufolge kann der Besteller Gewährleistungsansprüche gegen den Bodenleger geltend machen, wenn sich ein neu verlegter Parkettboden infolge zu hoher Restfeuchte im Estrich an den Kanten aufwölbt. Der Bodenleger hätte nach Ansicht des Gerichts die Restfeuchte des Estrichs messen müssen. Nach Angaben der homesolute.com-Experten kann diese mit einem elektronischen Feuchtigkeitsmessgerät in Sekunden ermittelt werden.

Austrocknungsverhalten
Bild: Werden Gegenstände auf noch nicht völlig trockenem Estrich gelagert, kann sich das Austrocknungsverhalten an diesen Stellen ungünstig verändern.


Bild: Der Bodenleger muss im Rahmen seiner Prüfungs- und Hinweispflicht den Estrich des Vorunternehmers prüfen, ob er zur Verlegung des Bodens geeignet ist. Wölbt sich oder reißt später der Boden infolge zu hoher Restfeuchte im Estrich, haftet er für Schäden.

(Quelle/Fotos: www.homesolute.com)

Homepage
<< top
BauPraxis
Das Bauherren-Portal · Redaktion@BauPraxis.de · Copyright © · alle Rechte vorbehalten