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Tipps zu Bauen Haus Wohnen

· Rechtliche Tipps rund um Haus und Bauen

Tücken bei Bauverträgen - Achtung: immer wieder werden Bauverträge bewusst schwammig formuliert. Eine genaue Prüfung kann zusätzliche Kosten und viel Ärger vermeiden.




Das kann den Bauherrn eines Fertighauses teuer zu stehen kommen: Begriffe wie "schlüsselfertig" und "Festpreis" sind nicht gesetzlich definiert und umfassen teilweise sehr unterschiedliche Leistungen.

So muss beispielsweise bei den Erschließungskosten vertraglich geregelt werden, dass diese vollständig vom Bauträger zu übernehmen sind, berichtet das Immobilienportal Immowelt.de. Ansonsten drohen dem Bauherrn hohe Zusatzkosten, wenn nach der Übergabe die Gebührenrechnungen der Baubehörde eingehen. Denn beitragspflichtig ist grundsätzlich derjenige, der im Grundbuch eingetragen ist. Den Betrag wird der Bauträger also nur dann zurückerstatten, wenn dies im Vertrag vereinbart ist.

Fertighaus: Der Bauvertrag sollte gut geprüft werden. Auch die Vermessungskosten müssen extra aufgeführt werden. Eine weitere Tücke: Basiert das Angebot nicht auf einer vorher erfolgten Baugrunduntersuchung und stellt sich nach Unterschrift des Bauvertrags heraus, dass zusätzliche Abdichtungen erforderlich sind, gehen die Kosten zu Lasten des Bauherrn.

Generell gilt: Eine gute Bau- und Leistungsbeschreibung führt sämtliche Arbeiten, Ausstattungen und Material- Qualitäten auf, die im Festpreis enthalten sind, erläutert Immowelt.de. Klauseln, mit denen sich der Bauträger Änderungen der Bauausführung, der Material- oder Baustoffauswahl vorbehält, sind unwirksam (BGH, Aktenzeichen VII ZR 200/04). Von Preisgleitklauseln sollten generell die Hände gelassen werden. Sie fixieren den Festpreis nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt: Verschiebt sich der Bauabschluss, ist der Festpreis hinfällig.

Um sich weiteren Ärger zu ersparen, ist es außerdem ratsam, die Zahlungsfähigkeit und Absicherung des Anbieters zu prüfen. Ein Qualitätsmerkmal sind hierbei Bürgschaften, die bei einer Insolvenz des Bauträgers dafür sorgen, dass die Bank für die Fertigstellung des Hauses aufkommt.
Auch Mitgliedschaften in einem der Verbände wie dem Bundesverband Deutscher Fertigbau oder Deutschen Fertighausverband versprechen Seriosität.

Damit die Freude am Fertighaus ungetrübt bleibt, sollte ein genauer Blick auf den Bauvertrag geworfen werden. Foto: Fotolia

Bauvertrag - BGB oder VOB - Expertenrat kann helfen

Bauverträge sind komplex: Wer sich unsicher ist, sollte Expertenrat einholen

Ein Bauvertrag regelt grundsätzlich die Erbringung von Bauleistungen. Auch mündliche Vereinbarungen sind verbindlich, können aber später schnell zu Ärger führen. Grundlage für Bauverträge kann das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) oder die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) sein, erklärt bauen.de, das Fachportal für Bauherren und Heimwerker.

Zwar gibt es nach deutschem Recht keine allgemeingültigen Formvorschriften für einen Bauvertrag, auch ein mündlich geschlossener Vertrag ist für beide Seiten bindend, doch konkrete Vereinbarungen sind ohne schriftliche Fixierung kaum nachzuweisen - der Ärger im Streitfall vorprogrammiert. Detaillierte Bau- und Leistungsbeschreibungen sowie Regelungen zu Baubeginn und Fertigstellungsterminen sind wichtige Punkte, die in jeden Bauvertrag gehören, betont bauen.de, das Fachportal für Bauherren und Heimwerker.

BGB oder VOB?

Das Werkvertragsrecht des BGB ist kein spezifisches Bauvertragsrecht - der Bereich des Baurechts deshalb eher allgemein gehalten. Die Regelungen von Teil B der VOB (VOB/B) hingegen sind speziell für den Baubereich vorgesehen. Rein rechtlich als Allgemeine Geschäftsbedingungen gesehen, ergänzen sie in präziserer Form die lückenhaften Formulierungen des BGB.

Die bauvertragliche Ergänzung des BGB durch die VOB/B hat allerdings sowohl Vor- als auch Nachteile - für beide Seiten. So ist etwa die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche in der VOB/B von fünf (BGB) auf vier Jahre verkürzt. Andererseits kann der Bauherr die Gewährleistungsfrist durch eine Mängelanzeige umkompliziert unterbrechen. Das BGB sähe in einem solchen Fall eine gerichtliche Klage vor.

VOB/B muss vereinbart werden

Im Gegensatz zu den Regelungen des BGB gilt die VOB nicht automatisch bei Abschluss eines Vertrages: Ihre Gültigkeit muss im Bauvertrag ausdrücklich vereinbart werden. Dazu gehört auch die Pflicht des Bauunternehmers, dem Bauherrn ein Exemplar der VOB auszuhändigen, damit dieser sich ausführlich über die Bestimmungen, wie bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen üblich, informieren kann. Ein privater Bauherr kann jedoch mit dieser komplexen Materie schnell überfordert sein. Der Tipp von bauen.de: Hier ist es umso wichtiger, sich im Einzelfall von Experten beraten zu lassen. Anlaufstellen sind etwa Verbraucherberatungsstellen oder Bauherrenverbände.


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