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Bautechnische Begriffe und Beschreibungen


Vakuum-Isolationspaneele (VIP)

Vakuum-Isolationspaneele sind Hochleistungswärmedämmplatten, welche bei minimaler Dicke eine extrem hohe Wärmedämmung bieten. Durch das Vakuum im Inneren der Paneele, wird der Wärmeverlust über die Luft verhindert. Bei gleichem Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) weist ein VIP damit eine 5- bis 10-fach geringere Dicke auf als herkömmliche am Bau eingesetzte Dämmmaterialien wie z.B. Polystyrol, Polyurethan, Glas- oder Mineralwolle. Herkömmliche Dämmstoffe haben im Vergleich zu VIP den Nachteil großer Schichtdicken. VIP haben eine deutlich geringere Stärke bei besseren Dämmeigenschaften.

Das Grundgerüst für die hocheffiziente Isolierwirkung der Vakuum-Isolationspaneele bildet eine hochdisperse Kieselsäure. Zwischen den kugelförmigen nanoporösen Primärpartikeln bilden sich nur punktförmige Übergänge. Somit wird Wärmeleitung durch möglichen Festkörperkontakt weitgehend reduziert. Die entstandenen Nanoporen minimieren außerdem die Wärmeübertragung durch Konvektion. Speziell entwickelte Infrarot-Trübungsmittel reduzieren zusätzlich Wärmetransportprozesse durch Absorption und Reflektion der Strahlung. Die Evakuierung des Werkstoffes unterbindet die Wärmeübertragung durch Konvektion vollständig. Dabei werden die Isolationspaneele in mehrlagige Barriere-Folien unter Vakuum in einem speziell patentierten Verfahren verschweißt. Derartig gefertigte Vakuum-Isolationspaneele reduzieren die Gesamtwärmeübertragung auf ein Viertel des Ausgangswertes und erzielen somit einen sehr viel höheren Wirkungsgrad als herkömmliche Isolierwerkstoffe wie Mineralfasern oder anorganische Dämmplatten. Bei gleicher Isolierwirkung können mit VIP Schichtdicken um den Faktor 6 reduziert werden und das Gewicht verringert sich um den Faktor 2 bis 15.

Technischer Hintergrund

Dass der Wärmedämmwert mancher Materialien in einem evakuierten Raum ungewöhnlich stark gesteigert werden kann, ist schon lange bekannt. Die Wahl des Isolationsmaterials in Kombination mit der Höhe des verwendeten Vakuums beeinflusst stark den endgültigen Dämmwert eines Vakuum- Isolationspaneels. Um das Prinzip des Vakuum-Isolationspaneels zu verstehen ist eine Betrachtung der Mechanismen, die der Wärmeübertragung zugrunde liegen, notwendig. (siehe weiterführenden Lexikon Link)
Quelle: Vacu-Isotec KG, Radeberg, 2010


VD Planziegel-Bausystem
Das Kürzel "VD" steht für "Vollflächige Dünnbettmörtelfuge" und bezeichnet eine neue Verarbeitungstechnik für das Mauern mit Planziegeln. Bei der VD Technik wird der normale Dünnbettmörtel mittels einer Walze (einer speziell entwickelten und patentierten VD Walze) auf die Lagerfugen der Mauer aufgewalzt, wobei ohne jegliches Zusatzmaterial im Mörtel eine "vollflächig deckende Mörtelfuge" entsteht. Es werden also alle Wärmekammern der Ziegel komplett abgedeckt, der Mörtel fliest nicht in die Löcher der Ziegel hinein und liegt auf der Lagerfuge wie ein Mörtel-Band. Der Vorteil: es kann keine Luft vertikal zwischen den Ziegeln der einzelnen Lagen zirkulieren. Die Wärmedämmung der Wand wird damit erhöht, der Schallschutz weiter verbessert und das gesamte Mauerwerk insgesamt bauphysikalisch noch besser. Das Arbeiten mit dem VD System ist leicht, sehr schnell und schafft perfekte Wände mit hoher Verarbeitungssicherheit. Architekten und Bauprofis schätzen die Vorteile dieser professionellen neuen Verarbeitungstechnik. Mehr Informationen zur praktischen VD Verarbeitung finden Sie unter diesem Link.

Verarbeitungs-Temperatur von Mörtel/Dünnbettmörtel im Winter
Immer wieder taucht bei Bauherren die Frage auf: Bis zu welchen Temperaturen kann im Winter gemauert werden. Die Frage lässt sich einfach und logisch beantworten.

Die wesentlichen Mörtelkomponenten sowohl bei klassischem Mörtel wie auch bei Dünnbettmörtel sind Zement und Wasser. Demzufolge gibt es prinzipiell auch keine Unterschiede in den Verarbeitungsvorschriften. Auf der Verpackung (Sack) von allen denkbaren Werktrockenmörteln müsste demzufolge als geringste Verarbeitungstemperatur der Wert + 5° stehen bzw. tut das auch.
Hier steckt ganz einfach etwas Physik und genausoviel Chemie drin. Dass Wasser in unseren Breiten bei 0° gefriert und dabei sein Volumen vergrößert, ist dem Mörtel absolut nicht dienlich. Noch schädlicher ist die fatale Eigenschaft von Zement, bei Temperaturen ab + 4° und kälter nicht mehr zu reagieren. Wenn es dann irgendwann wieder wärmer wird, könnte der Zement zwar wieder abbinden, nur fehlt ihm bis dahin das mittlerweile verdunstete Wasser. Fatal!

Additive sind grundsätzlich von den Herstellern nicht erlaubt. Den Mörtel selber, zumindest die geringen Mengen an Dünnbettmörtel könnte man auf die erforderlichen Verarbeitungs-Temperaturen bringen. Dies dürfte allerdings bei den Mauersteinen nur schwer möglich sein.
Fazit:
Spätestens wenn das Bier in der Flasche einzufrieren beginnt, sollten Mauerarbeiten schnell eingestellt werden.

Verblendmauerwerk
Rohes, unbehandeltes Mauerwerk kann mit natürlichem Stein, Riemchen oder Kalksandstein verkleidet werden. Der Vorteil des zweischaligen Aufbaus ist die Möglichkeit, zwischen dem Grundmauerwerk und dem Verblendmauerwerk Dämmstoffe zu verarbeiten. Von unten und oben müssen ausreichend Schlitze eingearbeitet werden, die eine gute Hinterlüftung erlauben. Nur so kann die Dämmwirkung auf Dauer erhalten bleiben.

Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB)
In der "Verdingungsordnung für Bauleistungen" sind die Bestimmungen zur Auftragserteilung aufgrund der Ausschreibung und zur Erfüllung der Aufträge verbindlich festgehalten. Außerdem enthält die VOB alle Vorschriften nach DIN, die die Bautechnik betreffen.

Vergabe
Nach der Ausschreibung erfolgt die Vergabe der Aufträge an die Bau- oder Handwerksfirmen, die das terminlich, fachlich und preislich günstigste Angebot unterbreiten konnten. Bei der Vergabe muss unbedingt auf die Gültigkeit der Bestimmungen der VOB hingewiesen werden. Zudem gelten alle im Leistungsverzeichnis festgehaltenen Abmachungen. Gleitklauseln sind kritisch zu überprüfen, und dem Auftragnehmer wird untersagt, Forderungen an andere abzutreten. Gewährleistungsansprüche könnten dann nicht mehr gesichert sein.

Verschattung
Sonnenstrahlen wärmen. Sie heizen die Außenwände auf und dringen durch die Fenster bis in die Innenräume hinein. Voraussetzung ist, daß die Sonne auch ungehindert bis ans Haus dringen kann. Liegt eine Fassade im Schatten eines Nachbarhauses oder von Bäumen, so wird von der Solarwärme nur ein kleiner Teil durch diffuse Strahlen auf das Haus übertragen.
Die neue Wärmeschutzverordnung legt fest, daß verschattete Fassaden Nordfassaden gleichzu- setzen sind.

Vollwärmeschutz
Idealziel bei Wärmedämm-Maßnahmen, das selbst in günstigsten Fällen nur annähernd erreicht werden kann. Man sollte sich bewußt sein, dass ein Haus Wärme nach außen abstrahlt und dabei alle Glasfronten am stärksten zum Energieverlust beitragen. Ratsam ist, sich über Isolierglas beim Fachhandel beraten zu lassen. Inzwischen gibt es wärmedämmendes Glas, das einen sehr guten U-Wert (früher k-Wert) aufweist. Die wirkungsvollste Dämmung des Mauerwerks ist immer an den Außenmauern angebracht und besteht im günstigsten Fall aus einem zweischaligen Aufbau der Fassade (vorgehängte Fassade).

Vormauerziegel
Beim zweischaligen Mauerwerk die äußere Mauer, die den Witterungsschutz übernimmt. Meistens aus Klinker, Ziegel, bzw. besonders hart gebrannten kleinformatigen Maursteinen, Granit etc. Siehe aus Klinker.

Vorratskeller
Möglichst nach Norden oder Osten gelegen. Fußboden als Betonboden mit Glattstrich belassen, auch im Vorratsraum in der Wohnung, Wände ungedämmt. Warmwasserleitungen müssen gut wärmegedämmt sein. Vorratsräume sollten eine gleichmäßige Kühle haben, damit die Speisen nicht Temperaturwechselbädern ausgesetzt sind.










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