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U

Bautechnische Begriffe und Beschreibungen



U-Wert alte Bezeichnung = k-Wert
ist der Wärmewert zur Beurteilung der Wärmedämmfähigkeit eines Bauteiles und zum Nachweis der Wärmeverluste eines Gebäudes. Hierfür gibt es 1. das Nachweis- oder Hüllflächenverfahren und 2. das Bauteilverfahren.
Mit der Angleichung der Normen in Europa gibt es den "k-Wert" nicht mehr. Ihn ersetzte der U-Wert (Wärmedurchgangs-Koeffizient). Er ist das Maß für den Wärmeverlust eines Gebäudes: Je kleiner der U-Wert (in W/m2K), desto höher die Wärmedämmung und um so geringer die Heizkosten. Siehe dazu auch Hinweise zur neuen EnEV (Energie-Einspar-Verordnung).

Was bedeuten eigentlich "Lambda"und "U-Wert"?

Die wichtigsten Größen zur wärmetechnischen Beurteilung von Außenwänden sind die Wärmeleitzahl "Lambda" und der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz "k-Wert".
Lambda gibt an, welche Wärmemenge in Watt (Energiemenge in Joule = Wattsekunden) durch einen Quadratmeter einer 1 Meter dicken Stoffschicht (z.B. Außenwand eines Gebäudes) geleitet wird, wenn beide Oberflächen (innen/außen) einen Temperaturunterschied von einem Grad Celsius aufweisen.

Der U-Wert gibt an, wie groß die in Watt gemessene Wärmeleistung ist, die durch einen Quadratmeter Wandfläche tritt, wenn die Lufttemperatur zu beiden Seiten der Wand sich um ein Grad Celsius unterscheidet. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz der Wand.

Der maximale U-Wert einer Außenwand durfte laut dem Bauteilverfahren der seit 1995 gültigen Wärmeschutzverordnung 0,50 W/m2K nicht überschreiten.
Neuere Energie-Einsparverordnungen (siehe Lexikon-Link hier) geben verschärfte Werte und Kriterien vor: So schreibt die EnEV 2007 die Mindestanforderungen des U-Wertes für Außenwände auf 0,45 bzw. 0,35 W/m2K und für Decken und Dachschrägen auf 0,30 W/m2K vor.
(Je niedriger der U-Wert ist, um so weniger Wärme geht verloren.)

Ab 2009 soll sogar eine weitere Novelle der aktuellen EnEV2007 noch schärfere Energie-Einsparwerte vorschreiben.


Uv oder Ug
Für Glas bekommt der U-Wert zusätzlich den Index "v" (Verglasung) oder "g" (engl.: glass). Beim Uv-Wert wurde bisher eine Temperaturdifferenz von zehn K (Kelvin) zugrunde gelegt. Seit Einführung der neuen Bauregel-Liste im März 2003 ist aufgrund der neuen europäischen Normen nur noch der Ug-Wert gültig. Dieser wird mit einer Temperaturdifferenz von 15 K ermittelt. Das führt im Vergleich zum alten Uv-Wert teilweise zu vermeintlich schlechteren Werten – sie steigen z. B. bei Zweifach-Isolierglas um rund 0,1. An der Wärmedämmfähigkeit eines konkreten Glases ändert sich also nichts.

Umfassungsflächen
Sämtliche Flächen, die das beheizte Bauvolumen gegen die Außenluft und die Erde oder gegen unbeheizte Räume begrenzen. Anders als früher, werden in der neuen Wärmeschutzverordnung nicht mehr alle Umfassungsflächen zur Hüllfläche zusammengefaßt. Der Grund: Die neue Wärmeschutzverordnung 1995 berücksichtigt die unterschiedlichen Außentemperaturen, zum Beispiel der Außenluft und des Bodens unter dem Haus. Während die Außenlufttemperatur unter -10oC fallen kann, liegt die Bodentemperatur unter der Frosttiefe immer höher als 0oC.

Unterdecken

Abgehängte Deckenkonstruktionen dienen als Deckenverkleidung und erlauben die nicht sichtbare Montage von Dämmstoffen. Wichtigste Vorteile: Die Dämmung von Luftschall und die Verbesserung der Akustik durch Akustikplatten.

Unterspannbahnen

Im ausgebauten Dach schützen Unterspannbahnen wie Delta-Fol SPF den Dachraum vor Staub, Regen, Flugschnee und Feuchtigkeit. Sie werden aus Kunststoffen wie PU, PVC oder dem ökologisch unbedenklichen Polyethylen gefertigt. Wird der gesamte Sparrenraum für die Wärmedämmung genutzt, kommen sogenannte diffusionsoffene Unterspannbahnen wie Delta-Purafol und Delta-MAXX M zum Einsatz. Sie sind hochdampfdurchlässig und können deshalb direkt auf der Wärmedämmung verlegt werden.

Unterdruck
Küche, Bad und andere geruchsintensive Räume sollten stets einen Luftunterdruck haben. Er wird durch eine mechanische Entlüftung bewirkt, zum Beispiel Koppeln eines Entlüftungsventilators mit dem Lichtschalter eines WC, günstig mit Nachlaufschaltung.

Umweltfreundlichkeit
Produkte und gewerbliche Anlagen, die entweder die Umwelt entlasten oder sie nicht nachhaltig schädigen aufgrund ihrer Eigenschaften: zum Beispiel leise, schadstoffarm, wassersparend ...
ihrer Herstellung: zum Beispiel energiesparend, emissionsarm ...
ihrer Verwendung: zum Beispiel Recyclingprodukte....

Umweltgefährdung
Sie kann durch die Ablagerung oder Verteilung von Stoffen in Luft, Boden und Wasser hervorgerufen werden, wenn die Stoffe in kleinen Mengen schon schädlich wirken oder sie sich akkumulieren, sodass Boden, Wasser und Luft durch chemische Reaktionen in ihren Eigenschaften verändert oder vergiftet werden. Die Folge davon ist die Schädigung der Pflanzen und Tiere und nicht zuletzt des Menschen.

Umweltverträglichkeit

Ein Produkt oder eine Produktionsanlage wird als umweltverträglich eingestuft, wenn nach der Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen bestimmte, vom Umweltbundesamt vorgegebene Grenzwerte, nicht überschritten werden.

Unterhaltskosten
Laufende Kosten eines Gebäudes für Heizung und Reparaturen. Beide Kostenarten sind bei massiven Ziegelhäusern oder Häusern aus Porenbetonbausteinen sehr niedrig. Den größten Anteil der Unterhaltskosten bilden in unseren Breitengraden die Heizkosten. Sie lassen sich aber durch denm Bau eines Niedrig-Energie-Hauses heute schon um mehr als die Hälfte senken.

Überdachentlüfter
Für die Entlüftung von Sanitäreinrichtungen oder Küchen über das Hausdach hinaus benötigt man Überdachentlüfter oder "Dunsthüte“. Es gibt sie in herkömmlicher Form mit Abdeckung, Dichtring und Anschlussschlauch. Dazu benötigt man noch den im Farbton passenden Durchlassziegel.

Überkopf-Verglasung
Auch wenn Vorschriften nicht dazu zwingen, sollten Überkopfverglasungen unbedingt aus splitterbindendem Verbundsicherheitsglas sein. Die Mindestdicke beträgt 8 mm, im Wesentlichen wird die zu wählende Glasdicke jedoch vom Sparrenabstand bestimmt. Nimmt dieser zu, so sind dickere Gläser erforderlich. Damit die Scheiben bei der Montage noch gut handhabbar sind und Schneelasten entsprechend aufnehmen können, sollten eine Scheibenbreite von 90-100 cm und eine Scheibenlänge von 2,0-3,0 m nicht deutlich überschritten werden. Da die Verglasung in der Dachschräge im Sommer durch die intensive Sonneneinstrahlung besonders stark belastet ist, empfiehlt sich ein geringerer Scheibenabstand als bei senkrecht eingebauten Isoliergläsern: Während dort 14 oder 16 mm typisch sind, sollte der Abstand bei der Überkopfverglasung auf etwa 12 mm verringert werden. Dies verschlechtert zwar den k-Wert der Dachverglasung, doch sie wird dadurch robuster.










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