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Bautechnische Begriffe und Beschreibungen


Sanierung
Wieder lebenswert machen; gesund machen. Für den Bereich Bauwesen die Wiederherstellung eines für Leib und Leben sicheren Zustandes eines Gebäudes. Ziel sollte es immer sein, die Schadensursachen zu beheben. Nicht zu verwechseln mit Modernisierung.

Schadstoffe

Vorhandene oder in die Umwelt gebrachte Stoffe mit schädlicher Wirkung auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachgüter.

Schallschutzsteine
Spezielle schwere Steine ausKalksandstein oder Ziegel, die keine Lochung oder nur einen geringen Lochanteil haben und durch ihr hohes Gewicht (1500 bis 2000 kg/Kubikmeter ) einen guten Schallschutz gewährleisten.

Schamotte
Schamotte ist ein feuerfester Werkstoff (formbeständig bis zu einer Temperatur von 1500 Grad Celsius), mit dem der Feuerraum von Kaminen, Schornsteinen oder Brennkammern ausgekleidet wird.


Schimmel, Schimmelpilze, Bauschimmel
Schimmelpilze, heterogen zusammengesetzte Gruppe von Kleinpilzen, die auf organischer Materie siedeln, zum Beispiel auf Brot, Lebensmitteln, Textilwaren, Holz, Mauerwerk, Farben, Papier, Tapeten, Leder, Leim, Gummi. Einige Pilze sind krankheitserregend. Sporen von Schimmelpilzen können Allergien erzeugen.

Ein Grund für Schimmelpilze in Wohnungen und Häusern ist die Entstehung von Tauwasser (Schwitzwasser, Kondenzwasser). Es bildet sich Feuchtigkeit an speziellen Stellen der Gebäude und in Folge davon Schimmel oder Ausblühungen.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass für das Wachstum von Schimmelpilzen nicht einmal eine sichtbare Kondenswasserbildung erforderlich ist. Schimmelpilze können bereits entstehen, wenn die relative Luftfeuchte an den Bauteiloberflächen längere Zeit 80 Prozent beträgt. (Lesen Sie mehr zum Thema auch unter Taupunkt-Temperatur, Tauwasser)

Schimmelbefall ist immer eine Folge von zu viel Feuchtigkeit. Allein beim Wohnen kommen durch Schwitzen, Atmen, Duschen und Kochen einige Liter Wasser pro Tag zusammen. Die warme Luft speichert diese Feuchtigkeit. Wird sie nicht durch regelmäßiges Lüften aus der Wohnung entfernt, kondensiert sie an kalten Wänden – ähnlich wie an einer Flasche, die man aus dem Kühlschrank holt. Auf feuchten Tapeten oder feuchtem Putz, hinter Möbeln und unter Teppichen finden Schimmelpilze, die in gewissem Maße immer in der Luft sind, paradiesische Zustände. Sie beginnen, sich ungehemmt zu vermehren.

Kondenswasser und damit in Folge auch Schimmelpilze lassen sich nur verhindern, wenn die relative Luftfeuchtigkeit unter 100 Prozent bleibt. Das erfordert an jeder Stelle im Raum eine ausgewogene Kombination aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit und hochwertige Bauausführung besonders an kritishcne Stellen (z.B. an Fensterrahmen, Türrahmen, Rolladenkästen und Gurtführungen der Rolladenkästen, Dachgeschoss-Fenstern, Außenecken etc.).

Sobald ein Wert die kritische Grenze erreicht, muss entweder die Temperatur erhöht oder der Feuchtigkeitsgehalt durch richtiges Lüften – mehrmaliger täglicher Durchzug von fünf bis zehn Minuten (Stoßlüftung) – gesenkt werden. Wirksame automatische Wohnraumlüftungsanlagen sind heute beim aktuellen Srtand der Technik geeignete Massnahmen zur Vermeidung von Kondenswasser. Moderne Lüftungssysteme können auch im Baubestand - also bei einer Sbnierung / Renovierung eingebaut werden und sorgen zusammen mit effizienten Pollenfiltern für beste Luft und die richtige Luftfeuchte im Haus - Schimmel gehört der Vergangenheit an. Wohnungslüftungen sind nebenbei auch Energiesparer, denn mit Wärmerückgewinnung und ausgeklügelter Techniuk werden die Heizkosten beträchtlich gesenkt. Mehr Infos finden Sie hier!


Schiefer
Schiefer als Dachdeckungs-Material: Schieferdeckungen prägen in Deutschland ganze Landstriche und viele Städte. Die sehr lange Lebensdauer, die Wartungsfreundlichkeit und die naturbelassene Schönheit und Individualität machen Schiefer bei vielen Architekten und Bauherren beliebt. Qualitäts-Schiefer besteht überwiegend aus Glimmer, Quarz und Ton. Er hat von Natur aus keine Risse. Das glatte Material klingt hell beim Anschlagen. Die Glimmerlagen geben auch hohen Umweltbelastungen, wie saurem Regen, keine Chance und machen Schiefereindeckung sehr widerstandsfähig. Durch moderne Abbau- und Fertigungsmethoden werden heute neben den traditionellen, etwas aufwendigeren Deckarten auch kostengünstige Produkte wie z. B. die Bogenschnitt-Deckung angeboten, die sich jeder Bauherr, der auf etwas Besonderes wert legt, leisten kann.

Schneefang-Systeme
Schneefang-Systeme für das Hausdach bestehen aus Aluminiumgittern und Ziegeln mit kompletter Halterung. Sie haben den Zweck, vom Dach stürzende Schneelawinen zu verhindern und reduzieren im Winter die Gefahren für Fußgänger und Verkehr.

Schnurgerüst
Ist die Baugrube ausgehoben, wird das Haus entsprechend dem amtlichen Lageplan von einer Vermessungsstelle abgesteckt. Die Fluchten des Bauvorhabens markieren »Schnurgerüste«. Der Vermessungsingenieur fertigt danach eine Absteckungsbescheinigung aus, die bei der Rohbau-Abnahme der Baubehörde vorgelegt wird. Dazu ist jeder Bauherr verpflichtet, denn alle Vermessungs- und Katastergesetze der Bundesländer verpflichten den Bauherrn, bei der Errichtung eines Gebäudes oder bei einer sonstigen Grundriß-Veränderung die bauliche Anlage von einer Vermessungsstelle katastermäßig einmessen zu lassen. Mit dem Ergebnis der Einmessung, dem sogenannten Fortführungsriß, können dann die Katasterkarten fortgeführt werden. Das ist wichtig, da die meisten Kreditinstitute vor Auszahlung des Darlehens diese Bescheinigung einer befugten Vermessungsstelle fordern. Diese Bescheinigung heißt Grenzinnehaltungsbescheinigung und besagt auch, dass das Gebäude innerhalb der Grundstücksgrenzen ordnungsgemäß errichtet wurde.

Schornstein
Durch den Luftauftrieb im Schornstein entsteht im Feuerraum ein Unterdruck, der die notwendige Verbrennungsluft ansaugt. Gleichzeitig werden die Abgase aus der Feuer- stätte ins Freie abgeführt. Die alten Schornsteinquerschnitte waren zum Teil zu groß dimensioniert, außerdem wurden alte Schornsteine durch den Einbau kleinerer Heizkessel generell zu groß. Mit den neuen Heizkesseln wurden auch die Abgastemperaturen niedriger. Zur Sanierung alter Schornsteine werden neue Abgasleitungen aus Kunststoff, Edelstahl und Aluminium oder Glas eingesetzt.

Schwellenwert
Grenze, bei der sich eine Reaktion verändert. Beispiel: Gas = Erdgas, Stadtgas ist nicht explosiv. Nur ein Gas-Luftgemisch ist explosiv. Der Schwellenwert ist hier das Verhältnis der Gasmenge zur Luftmenge, bei der durch Zündung eine Explosion eintritt. Unterhalb dieses Schwellenwertes besteht keine Explosionsgefahr.
Bei manchen Erscheinungen gibt es keinen Schwellenwert. Rauchen kann immer Lungenkrebs auslösen. Die Gefahr steigt und fällt mit der Zahl der gerauchten Zigaretten. Eine Zahl, unterhalb der das Rauchen gefahrlos ist, gibt es nicht. Hier besteht also kein Schwellenwert.

Sichtmauerwerk

Wie Sichtbeton kann auch unverputztes Mauerwerk zur Gestaltung von Flächen eingesetzt werden. Problemlos ist die Verwendung in den Innenräumen. Im Außenbereich müssen die Werkstoffe beständig gegen Frost und frei von Rissen sein. Kalksandstein und Klinker sind geeignet. Eine dünne Putzschlämme und ein anschließender Anstrich lassen die Struktur der Mauer sichtbar, bieten aber einen guten Wetterschutz.

Sickergrube

Die Sickergrube ist ein Bestandteil der Klärgrube, die man mit einplanen muß, wenn der Anschluß an die öffentliche Kanalisation nicht möglich ist. Über die Sickergrube werden Regenwasser und die überlaufende Flüssigkeit aus der Faulgrube abgeleitet. Die Sickergrube muß so tief in das Erdreich reichen, bis sie auf eine wasserdurchlässige Schicht trifft.

Silikone
Um Beton, Putz oder Klinker gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen, kann ein Anstrich mit geeignet aufbereitetem Silikon erfolgen. Die Atmungsaktivität wird durch einen Silikonanstrich nicht beeinträchtigt.

Skelettbau

Weit verbreitet ist die Skelettbauweise in Form von Fachwerk. Der Raum zwischen dem Balkengerüst wird mit Lehm oder Ziegel verfüllt. Der moderne Skelettbau verwendet Stütz- und Trägerelemente aus Stahl oder Beton, die an Ort und Stelle gegossen oder vorgefertigt werden. Ausgefacht wird mit Mauerwerk oder Sandwichplatten.

Sockelputz
Fassaden sind im Sockelbereich neben den üblichen Witterungseinflüssen zusätzlich Spritzwasser ausgesetzt. Für diese verstärkte Feuchtebelastung stehen spezielle Sockelputze zur Verfügung. Sie stellen bei richtiger Auswahl und Verarbeitung einen verlässlichen und dauerhaften Schutz dar. Sockelputze werden als Werktrockenmörtel hergestellt und daher auf der Baustelle nur mit Wasser angerührt. Sie lassen sich von Hand sowie maschinell verarbeiten. Der Richtwert für die Putzdicke, als Grundputz verwendet, liegt bei 10 Millimeter. Je nach individuellen Gegebenheiten kann das variieren, bei Dicken von 15-25 Millimeter muss der Auftrag mehrlagig erfolgen. In der Regel rechnet man mit einer Standzeit von einer Woche je Putzschicht. Wird der Putz über 10 Millimeter dick aufgebracht, benötigt er pro zusätzlichen Millimeter einen Tag länger zum Abbinden.

Solaranlagen
Solaranlagen sind eine sinnvolle und umweltfreundliche Ergänzung zur herkömmlichen Heizanlage. Sie decken bis zu zwei Drittel des Energiebedarfs zur Warmwasserbereitung des Hauses ab - auch ohne ständiges Sommersonnenwetter. In modernen Niedrigenergie-Häusern oder sogenannten Passiv-Häusern ist eine Solaranlage kombiniert mit einer Wärmerückgewinnungs-Anlage heute ein MUSS, um die Anforderungen an die EnEV bzw. an die Forderungen des Passivhaus-Standards zu erfüllen. Außerdem spart der Hausherr in Zukunft viel Geld beim Heizen und beim Warmwasser!

Etwas Technik: Solarkollektoren sind heute sehr weit entwickelt und besitzen hohen Wirkungsgrad. Starkes, entspiegeltes Sicherheitsglas der Solarkollektoren gewährt eine Energiedurchlässigkeit von mehr als 90 Prozent und schützt die Kollektoren vor Verschmutzung. Die hochselektive Schwarznickel-Beschichtung des Absorbers nimmt bis zu 97 Prozent der eindringenden Sonnenenergie auf und senkt die Abstrahlverluste auf 9 Prozent. Absorber-Rohre aus Kupfer leiten die aufgenommene Wärme an die Solarflüssigkeit weiter. Diese zirkuliert durch den Warmwasserspeicher und erwärmt somit das Brauchwasser. Fertige Aufziegel- und Indachmontage-Sets integrieren Kollektoren harmonisch in die Dachfläche. Es gibt heute eine Vielzahl von Angeboten auf dem Markt. Informieren Sie sich gut vorab. Mehr Solartipps finden Sie auch unter: www.solartechnikberater.de

Solarer Wärmegewinn
Selbst bei Frost kann man sich im Winter im Badeanzug sonnen. Man kann sich sogar einen Sonnenbrand holen. Auch geringe Sonnenwärme beeinflußt den Wärmeverbrauch eines Hauses. Die neue Wärmeschutzverordnung berücksichtigt diesen solaren Wärmegewinn. Bei einem Niedrigenergie-Haus ist der Wärmebedarf so gering, daß der solare Wärmegewinn deutlich spürbar und meßbar ist.

SolarEis-Speicher
Dabei handelt es sich um einen unterirdischen Wassertank, der Energie gleich aus mehreren regenerativen Energiequellen speichert: aus Sonnenkraft, Lufttemperatur und Erdwärme. Gewonnen werden diese Energien durch einen auf dem Dach montierten Luft-/Sonnenkollektor und über die Erdwärme in unmittelbarer Umgebung des – meist unter der Garage versenkten – Eisspeichertanks. Schließlich wird die auch über längere Zeit speicherfähige Energie durch einen Wärmetauscher in einer Art "umgekehrter Kühlschrankfunktion" in Heizwärme verwandelt und über eine Wärmepumpe an das Gebäude abgegeben. Die Wärmepumpe selbst wird – bei äußerst geringem Bedarf an Betriebsenergie – mit Gas (zum Beispiel Biogas) betrieben. Um die übrigen natürlichen Energiequellen Sonne, Luft und Erdwärme besonders effizient nutzen zu können, greift das SolarEis-System auf den physikalischen Effekt der sogenannten Kristallisationswärme zurück, der beim Gefrieren von Wasser auftritt: Bei diesem Prozess wird ebensoviel Energie frei wie sie auch dann entsteht, wenn man 80 Grad heißem Wasser die Wärme bis auf Null Grad entzieht. Auf diese Weise können die Heizkosten für Einfamilienhäuser auf circa 30 Euro pro Monat gesenkt werden. Im Sommer fungiert der SolarEis-Speicher zusätzlich als nahezu kostenneutrale "Klimaanlage".
Damit gelang dem Erfinder Alexander von Rohr ein Durchbruch auf dem Gebiet der Heiz- und Klimatechnik. Mit seiner Firma isocal HeizKühlsysteme GmbH aus Friedrichshafen kann sich einmal mehr ein deutsches Unternehmen in der Welt als Technologieführer in Sachen nachhaltiges Bauen und energieeffiziente Gebäudetechnik präsentieren.

>> Weitere Informationen zum SolarEis Speicher System finden Sie hier.


Solarkollektoren
Schwarze Absorberflächen zur Montage auf dem Hausdach oder an der Sonne nach ausgerichteten Wänden. Sie absorbieren und wandeln Sonnenstrahlen in Wärme um.

Solarzellen
Solarkollektoren, die Sonnenlicht unmittelbar in Strom umwandeln. Zur Zeit noch in der Entwicklung und Praxiserprobung.

Sonnenenergie-Nutzung
Man unterscheidet aktive und passive Nutzung. Die aktive Nutzung erfolgt über Geräte, zum Beispiel Sonnenkollektoren, Solarzellen, Wärmepumpen, Energieabsorber. Die passive Nutzung ist ohne Geräte durch einzelne Bauteile, zum Beispiel besonders Südfenster, gegeben. Seit einigen Jahren werden auch zur Nutzung der Sonnenenergie Gewächshäuser an das Wohnhaus angebaut.

Solardachziegel
Solardachziegel sind eine optisch sehr attraktive Lösung, um eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren. Solardachziegel gibt es in unterschiedlichen Ausführungen für Solarstrom-Anlagen (Fotovoltaik) und Solarwärme-Anlagen (Solarthermie).
Bei Fotovoltaikanlagen können Solarmodule in speziell geformte Ziegel eingefügt werden. Dabei werden die Solarmodule ohne weitere Montagesysteme in den Dachziegeln befestigt und über spezielle Steckverbindungen wetterfest miteinander verbunden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann die Anlage dann problemlos erweitert werden.
Eine weitere Möglichkeit - auch für Solarthermie-Anlagen - sind speziell gefertigte Dacheindeckungen mit integrierten Solarkollektoren oder -modulen, die sich in herkömmliche Dächer optisch und technisch einfügen. Inzwischen haben mehrere Ziegelhersteller solche Produkte im Angebot. Der Vorteil dieser Montageart ist die einfache Handhabung. Der Preis liegt jedoch über dem von herkömmlichen Anlagen. Solardachziegel werden zu Zeit bevorzugt in denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt.

Solarflüssigkeit
Flüssigkeiten, die als Medium des Wärmetransports verwendet werden, nennt man Wärmeträgerflüssigkeiten. In thermischen Solaranlagen verwendet man meist ein frostsicheres Gemisch aus Wasser und Propylenglykol als Wärmeträger, das den Solarkollektor durchfließt und die absorbierte Wärme über den Wärmetauscher an das Brauchwasser abgibt.
Die in thermischen Solaranlagen eingesetzte Solarflüssigkeit muss einerseits im Winter frostsicher sein, um Schäden durch Eisbildung in den Kollektoren und den Rohrleitungen zu verhindern und andererseits muss sie wegen der hohen Kollektortemperaturen verdampfungssicher sein. Außerdem ist darauf zu achten, dass die verwendete Flüssigkeit biologisch abbaubar ist. Nach DIN 4757 T1 darf sie nicht giftig, ätzend oder reizend sein.

Solarmodul
Da einzelne Solarzellen nur eine geringe Leistung (ca. 1,5 Watt) abgeben, werden sie zu einem Solarmodul verschaltet. Ein Solarmodul besteht auf seiner Oberseite aus Glas oder Kunststoff. Dieses Material lässt das Licht durch und schützt die Solarzellen gleichzeitig vor Wind und Wetter. Ein Modul kann je nach Anzahl der Zellen eine Leistung zwischen 50 und 300 Watt haben.
Solarmodule gibt es in unterschiedlichen Größen und in einigen Farben. Blau und grau sind die vorherrschenden Farben und garantieren die besten Stromerträge.
Die Solarmodule werden mit unterschiedlichen Systemen auf dem Dach oder an der Fassade befestigt.

Solarpumpe
Die Solarpumpe befördert die Solarflüssigkeit (Wärmeträgerflüssigkeit) vom Kollektor in den Speicher. Dort gibt diese über einen Wärmetauscher die im Kollektor aufgenommene Wärme an das Brauchwasser ab. Die Pumpe wird in den Kreislauf einer thermischen Solaranlage eingebaut und bringt die Wärmeträgerflüssigkeit in Umlauf. Sie schaltet sich automatisch ein, wenn die Temperatur im Speicher um einen bestimmten Wert niedriger ist als die Temperatur im Kollektor.
Solarpumpen sind den Betriebsbedingungen im Solarkreislauf besonders angepasst und arbeiten mit höheren Wirkungsgraden als normale Heizungspumpen.

Sonnenschutzgläser
Fensterglasscheiben mit verringerter Durchlässigkeit der Sonnenstrahlen. Die Absorptionsgläser sind meist grau oder bronzefarben getönt. Die Erwärmung dieser Gläser führt zur Wärmeabgabe an den Raum. Die Reflexionsgläser reflektieren die Sonnenstrahlen durch hauchdünne Edelmetallschichten.












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Spannbeton
Die Bewehrung in Betonbauteilen, die großen Belastungen standhalten müssen (Brücken, große Deckenflächen), besteht aus Stahldraht und wird vor oder nach dem Vergießen der Schalung mit Beton gespannt (Spannbewehrung).

Sparverblender

Mit dünnen Riemchen, deren Oberflächen dieselbe Gestaltung und Größe haben wie volle Klinker, kann man Mauerwerk so verblenden, daß derselbe Schutz der Mauer gegen Witterungseinflüsse erzielt wird. Fassaden aus Vormauerwerk und Sparverblender sind in der Ansicht nicht voneinander zu unterscheiden.

Sparren

Sparren sind die schräg gelagerten Teile einer Dachstuhlkonstruktion. Diese Balken verlaufen senkrecht zum First (vgl. Pfetten) und tragen die Latten, an welchen später die Dachziegel befestigt werden können.

Speicherheizgeräte
Die meisten Elektroheizanlagen sind aus wirtschaftlichen Gründen als Nachtstromspeicherung konzipiert. Die in Keramikmaterial gespeicherte Wärme wird über angesaugte und wieder abgegebene Luft im Raum verteilt. Geregelt werden solche Geräte per Hand oder mittels Thermostat. Kosteneinsparung entsteht durch billigen Nachtstrom und nicht benötigte Einrichtungen wie Brennstoffraum oder Schornstein, wobei aus ökologischen Gründen langfristig auf elektrische Heizgeräte verzichtet werden sollte.

Staub
Ein Kollektiv fester Teilchen in Korngrößenbereich unter 200 Mikrometer. Die Ausbreitung von Staub geschieht aufgrund von Druck- und Temperaturunterschieden oder durch Bewegungsvorgänge, die dafür sorgen, daß der Staub in der Umgebungsluft fein verteilt wird.

Steinwolle
Dieses für Dämmung gut geeignete Material ist in Platten- oder Schalenform wie auch als einfaches Füllmaterial im Handel. Steinwolle besteht aus geschmolzenem und dann zu dünnen Fäden gesponnenem Dolomit oder Kalkstein.

Steinzeug
Im Gegensatz zu Steingut ist Steinzeug sehr lange und hart gebrannter Ton. Es entsteht ein Werkstoff, der sich durch besondere Festigkeit und Dichte auszeichnet und daher frostbeständig ist. Seine Bedeutung hat Steinzeug als Material für Rohre, Fliesen und sanitäre Einrichtungen wie Waschbecken u.a.

Stopfmörtel
Werksgemischter Trockenmörtel auf einer Basis von natürlichem, hochhydraulischem Kalk, Luftkalk und Weisszement (< 3%) sowie Grubensand (0-8 mm) ohne chemische Zusätze. Mineralischer Baustoff gemäss Anhang A des ökologischen Massnahmenkataloges der WBF. Frei von Kunststoffdispersion.
Verwendung: Als Stopf- und Ausbesserungsmörtel von Schlitzen oder Mauerausbrüchen speziell bei der Renovierung von Altbauten, Kirchen und historischen Bauten mit denkmalpfegerischen Aspekten. Für aussen und innen.
Eigenschaften:
- Schwindarme, rasche Erhärtung
- Gute Standfestigkeit
- Diffusionsoffen
- Frei von chemischen Zusatzstoffen

Stützmauer
Mauerwerk, das zum Abböschen des Erdreichs an Hanglagen dient. Der geeignete Baustoft ist Beton, dessen Stabilität, nötigenfalls unterstützt durch konstruktive Maßnahmen, dem Druck des Erdreichs am besten standhalten kann. Anhand dieser Belastung läßt sich von einem Statiker die nötige Mauerstärke berechnen.

Sturz
Alle Öffnungen und Durchbrüche in sowohl tragendem als auch nichttragendem Mauerwerk werden nach oben hin durch ein querliegendes Bauteil abgesichert. Der Sturz besteht in der Regel aus armiertem Beton oder, bei großen Öffnungen, aus T- oder Doppel-T-Stahlträgern. Bei Fenstern erfüllt der Rolladenkasten die Funktion des Sturzes dann, wenn er ausreichend stabil konstruiert ist.

Sturmklammer
Rostfreie Metall-Klammern zur Sicherung der Dachziegel gegen starke Windsogkräfte und gegen ein Abheben der Ziegel bei Sturm. Sturmklammern müssen bei der Dachdeckung nach genau festgelegter Menge je nach Windzone eingebaut werden. Deutschland ist in 4 Windzonen eingeteilt, nach denen Dachdecker Sturmklammern ins Dach einbauen. (Regelung zur Dacheindeckung)


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