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Bautechnische Begriffe und Beschreibungen


Nachweisgrenze
Grenze, bis zu der wir mit unseren heute üblichen Messgeräten einen Stoff, eine Strahlung oder eine Veränderung exakt nachweisen können. Lässt sich etwas nicht exakt nachweisen, so bedeutet es nicht, dass es nicht vorhanden ist. Beispiel: Bei Asbestfasern liegt die Nachweisgrenze bei 300 bis 400 Fasern pro Kubikmeter = F/cbm.

Natürlicher Baustoff
.....siehe auch bei K : künstlicher Baustoff.
Unklarer Begriff, da praktisch alle modernen Baustoffe irgendwann einer Behandlung durch den Menschen unterzogen werden und damit ihre Natürlichkeit verlieren. Das Brennen von Ziegeln, Brennen von Tondachziegeln, Herstellen von Porenbeton oder Beton, der Schutzanstrich von Hölzern sind einige Beispiele dafür.
Häufig werden althergebrachte Techniken als natürlich, neue Techniken dagegen als unnatürlich bezeichnet. Diese Einteilung entbehrt jeder Grundlage und ist falsch.

Natürliche Radioaktivität
Radioaktive Ausstrahlung, zum Beispiel aus dem Boden oder Weltraum, ist natürlich. Das Gegenteil ist die radioaktive Ausstrahlung, die Kernkraftwerke und Atomwaffenversuche verursachen.

Negativer U-Wert
Der U-Wert eines Fensters berücksichtigt den Wärmeverlust. Der U-Wert eines Fensters berücksichtigt den Wärmeverlust und den Wärmegewinn durch Solarwärme. Bei Südfenstern ist bei einigen Glaskonstruktionen der Wärmegewinn des Fensters höher als der Wärmeverlust. In diesem Fall ist der U-Wert negativ.

Neubau-Feuchte
Die übliche Neubaufeuchte verdunstet nach 1 bis 2 Heizperioden (1 - 2 Jahren !!). Gebrannte Ziegel und auch Porenbeton-Bausteine haben eine relativ kurze Austrocknungszeit gegenüber vielen anderen Baumaterialien.

Neutralisation
Bei Brennwertkesseln wird ein Teil der im Abgas enthaltenen Schadstoffe im Kondensat festgehalten. Das Kondensat muß "neutralisiert" werden. Es fließt durch eine Kammer, deren Inhalt die Schadstoffe aus dem Abwasser herausfiltern. Anschließend darf das Kondensat in den Gully abgeleitet werden. Die Filterfüllung muß mindestens einmal im Jahr erneuert werden.

Niedertemperaturheizung
Heizungen mit einer oberen Vorlauftemperatur von 55 Grad Celsius. Sie führen zu geringeren Wärmeverlusten der Heizelemente.

Niedrig-Energie-Haus
Seit Januar 1996 gilt die neue Wärmeschutzverordnung. Diese neue Verordnung legt das Niveau der erforderlichen Wärmedämmung von Wohnhäusern bei Neubauten fest. Dies bedeutet, daß mit der Einhaltung der hier festgesetzten Höchstwerte die ökologischen und energetischen Anforderungen an moderne Gebäude sichergestellt werden. In der aktuellen Wärmeschutz-Verordnung wurde der Begriff erstmals einheitlich definiert: Demnach müssen Niedrig-Energie-Häuser den zulässigen Heizwärmebedarf um 25 Prozent unterschreiten.

Das bedeutet: Der Heizwärmebedarf, der benötigt wird, um ein Gebäude auf einer gewünschten Temperatur zu halten, muß also mindestens 25 Prozent unter den Vorgaben dieser WSVO (von 1996!) liegen. Diese Verordnung schreibt einen Jahres-Heizwärmebedarf von maximal 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter vor. Demnach dürfen Niedrig-Energie-Häuser nur 75 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter im Jahr verbrauchen. Oder anders: Ein normales Einfamilienhaus mit einer DIN Wohnfläche von 140 qm und ausgebautem Dachgeschoss darf lt. WSVO im Jahr nur 1.400 Liter Heizöl verbrauchen. Bei einem Niedrig-Energie-Haus dürfen dann nur noch 1.000 Liter Heizöl verbrannt werden.

Das neue EnEV Gesetz: Niedrig-Energie-Häuser werden seit 1. Februar 2002 mit Inkrafttreten der neuen Energie-Einsparverordnung (EnEV) Pflicht. Die neue EnEV schreibt bei Neubauten den Standard von Niedrig-Energie-Häusern vor - als Standard für die Wärmedämmung - und bei Altbauten sind Sanierungen bzw. Renovierungen mit erhöhtem Standard in der Wärmedämmung und Luftdichtheit Vorschrift.


Niedertemperatur-Schornstein
Schornstein, der gegen Kondensat resistent ist. Abgas erzeugt bei niedrigen Abgastemperaturen Kondensat. Es sollte am Fuß des Schornsteines aufgefangen und abgeleitet werden. Brennwert-Schornsteine sind stets Niedertemperatur-Schornsteine.


Notstromaggregate, auch Stromaggregate genannt, werden dann eingesetzt, wenn die übliche Stromversorgung über das Stromnetz der örtlichen Versorger nicht mehr gewährleistet ist oder es an dem jeweiligen Ort keine Stromversorgung gibt. Derartige Stromerzeuger sind in unterschiedlichen Größen erhältlich.
Für Hausbesitzer sind kleinere, kompakte und sehr mobile Geräte von Interesse, wenn es darum geht, einen Stromausfall zu überbrücken oder im Garten oder auf dem Feld fernab des Hausanschlusses mit Elektrowerkzeugen zu arbeiten.
Für gewerbliche Zwecke gibt es aber auch Geräte zur Stromerzeugung, die durch ihre Größe einen kompletten LKW-Anhänger ausfüllen. Diese sind beispielsweise dazu ausgelegt, in Gewerbebtrieben oder Hotels größere Maschinen im Fall eines Ausfalls der Stromversorgung mit ausreichend Energie zu versorgen und so den fortlaufenden Betrieb zu gewährleisten
Stromaggregate bestehen aus einem Generator und einer Verbrennungs-Kraftmaschine. Diese bilden eine Einheit und gewährleisten dadurch die Stromerzeugung. Kleinere mobile Aggregate werden in der Regel mit Otto-Kraftstoff betrieben, große Generatoren laufen mit Diesel.



Nut und Feder
Bei Ziegeln und anderen Mauersteinen: Nut- und Federprofilierung zur mörtelfreien Stoßfungen-Verarbeitung. Die "Feder" (Vorsprung) passt genau in die "Nut" (Vertiefung) des anderen Mauersteines (Ziegel, Porenbeton, Kalksandstein...) und gewährt eine kraftschlüssige Verbindung in der horizontalen Linie. Die Lagerfugen werden immer vermörtelt bzw. verklebt! Die Nut- und Feder-Verarbeitung ist heute bei nahezu allen modernen Mauerstein-Systemen üblich. Man spart eine Menge Mörtel, verringert die Baufeuchte (durch weniger Wasser bei der Verarbeitung des Mauerwerks) und die Verarbeitung geht insgesamt leichter und rationeller.
Holz: Bei der fugenlosen Verbindung von Holzbauteilen angewandtes Prinzip. In den ausgesparten Schlitz, die Nut, greift die angefräste Feder (der Vorsprung) des folgenden Holzbauteils.









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