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Bautechnische Begriffe und Beschreibungen


Gaube
Ein Dachaufbau für ein stehendes Fenster ist eine Gaube (auch Gaupe); Arten sind zum Beispiel Fledermaus-, Satteldach-, Spitzdach- oder Walmdachgaube. Der Bauherr sollte bedenken, dass jeder zusätzliche Aufbau ohne geeignetes Deckmaterial komplizierte Eindeckungen nötig macht und einen Angriffspunkt für die komplexe Außenhaut darstellt.

Gehrung
Gehrung ist eine Eckverbindung zweier im Winkel aneinanderstoßender Teile; beide Teile sind dabei meist im 45-Grad-Winkel zugeschnitten, sodass sich beim Zusammenfügen ein rechter Winkel (90 Grad) ergibt.

Geschoßflächenzahl (GFZ
)
Die Geschoßflächenzahl ist ein Maß für die Dichte einer Bebauung und wird von den Kommunen im Bebauungsplan festgelegt. Die Geschoßflächenzahl 0,4 bedeutet beispielsweise, dass auf einem 1000 Quadratmeter großen Grundstück maximal 400 Quadratmeter Geschoßfläche gebaut werden darf. Dabei bleibt zunächst offen, wie sich die Geschoßflächen verteilen, ob also in die Höhe oder in die Breite gebaut wird, da die Anzahl der Geschoße durch andere Vorschriften geregelt wird. Die Geschoßfläche ist die Summe der Flächen aller Vollgeschoße (die Außenmaße sind maßgebend), wobei, je nach Landesrecht, Balkone und Terrassen unberücksichtigt bleiben können.

Giebel
Beim Satteldach beispielsweise bildet der Giebel ein Dreieck, das unter den geneigten Dachflächen liegt und dessen Eckpunkte der First und die beiden Traufen bilden. Eine markante Giebelform ist der von der norddeutschen Backsteingotik bekannte Treppengiebel.

Gipsbauplatten
Als Baumaterial für nichttragende Innenwände oder zur Verkleidung bei Renovierung, Um- oder Ausbau werden Gipsbauplatten in verschiedenen Varianten angeboten. Neben ihrer unkomplizierten Montage ohne Spezialwerkzeug bieten sie eine Reihe weiterer Vorteile: Sie können sofort gestrichen, tapeziert oder gefliest werden, sie erlauben eine flexible Raumgestaltung, und auch die Aufnahme von Ver- und Entsorgungsleitungen ist möglich.

Gesundheitsgefährdung
Eine Gesundheitsgefährdung kann passiv und aktiv hervorgerufen werden.
1. passiv: durch Einatmen von gasförmigen, gesundheitsschädlichen Stoffen sowie von fibrosen Feinstäuben, durch die Nahrungsaufnahme, durch radioaktive Strahlung, durch allgemeinen Lärm, durch den Straßen-Verkehr.
2. aktiv: durch Freisetzung von gesundheitsschädlichen Gasen, Lösungen und anderen Produkten, durch Gewaltanwendung. All diesen Faktoren ist gemeinsam, daß sie äußere und / oder innere Schäden am Körper des Menschen verursachen können.

Gift
Unter Gift versteht man in der Regel körperfremde Stoffe, die im lebenden Organismus schon in verhältnismäßig kleinen Mengen Funktionsstörungen hervorrufen. Dabei ist die Gefahr, daß ein Stoff als Gift wirkt, in hohem Maße von der Dosis abhängig.

Glasvorbauten
Verglaste Windfänge oder Wintergärten. Werden sie beheizt, so geht hier viel Wärme verloren. Bleiben sie jedoch unbeheizt, so senken sie die Wärmeverluste der dahinter liegenden Räume und wirken tagsüber als Solarkollektoren.

Glasuren
zum Beispiel auf Tondachziegeln: Oberflächen-Glasuren bilden bei gebrannten Tondachziegeln eine glänzende Oberfläche und bieten eine noch größere Resistenz des Dachziegels gegenüber aggressiven Umweltbelastungen, saurem Regen, Veschmutzungen und verhindern schnelle Vermoosung (Mooswachstum auf dem Dachziegel) und stoppen einen frühzeitigen Glanzabbau. Heute sind farbige Glasuren im Trend bei der Dachgestaltung (blau, grün, schwarz, metallicgrau etc.)
Siehe auch Engoben als seidenmatte natürliche Oberflächenbehandlung mit Tonschlämmen.

g-Wert
Er gibt an, wieviel Energie durch eine Glasscheibe dringt. Er wird in Prozent angegeben. g = 100 % ist ein offenes, unverglastes Fenster, g = 0 % eine geschlossene Wand. Die g-Werte unterschiedlicher Glaskonstruktionen schwanken zwischen 44 % und 82 %.
Der g-Wert ist wichtig für die Berechnung des äquivalenten U-Wertes. Er berücksichtigt sowohl den Wärmeverlust als auch den solaren Wärmegewinn einer Verglasung.

Grat (und Kehle)
Kehle und Grat sind die Stellen am Dach, an denen zwei aufeinandertreffende Dachflächen eine schräge Schnittkante bilden. Entlang dieser Linie muss der Dachdecker die Dachziegel parallel zur Kehl- oder Gratlinie abschneiden. Dachkehlen entstehen z.B. bei Dachgauben oder innenliegenden Hausecken.

Grenzwert
Wert, bei dem ein Zustand verlassen oder erreicht wird. Grenzwerte sind in vielen Bereichen durch Versuche oder Erfahrungen bestätigt. Beim Erreichen eines Mischungsgrenzwertes wird zum Beispiel ein Benzin-Luft-Gemisch explosiv.
Beim Einhalten eines Sicherheitsgrenzwertes bei Geschwindigkeiten oder Belastungen geht man davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Schadens gering ist. Wenn experimentell bestätigte Werte fehlen, so entstehen Grenzwerte oft als Kompromiss zwischen den an der Entscheidung beteiligten Interessengruppen.

Grauwassernutzung
Grauwassernutzung ist die Wiederverwendung des Handwasch-, Dusch-, Bade- und Waschmaschinenwassers zur Toilettenspülung, um Trinkwasser zu sparen. Allerdings ist dazu ein Tank, eine Filteranlage und ein separates Leitungsnetz erforderlich.

Grundwassergefährdung
Sie erfolgt durch Stoffe oder deren Reaktionsprodukte, die geeignet sind, das Grundwasser in seiner natürlichen Zusammensetzung zu verunreinigen oder sonstwie in seinen Eigenschaften nachteilig zu verändem. Dabei besteht die Gefahr, daß dieses Grundwasser nicht mehr den Anforderungen für Trinkwasser entspricht und nur noch als Brauchwasser benutzt werden kann.










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