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Bauwissen: Massive Mauersteine

1 Übersicht massive Mauersteine ( Seite 1 )

Mauerwerk hat unterschiedlichste Aufgaben zu erfüllen: Es muss ausreichend stabil sein und Lasten tragen, als Außenmauerwerk muss es hoch wärmedämmend sein, als Innenmauerwerk dagegen gut schalldämmend. Mit modernen Baustoffen lassen sich alle Anforderungen erreichen. Wir geben Ihnen einen kleinen Überblick über massive Mauersteine. So differenziert die Ansprüche an modernes Mauerwerk sind, so unterschiedlich sind auch die Eigenschaften der verschiedenen Baustoffe. Die Vielfalt an massiven Mauersteinen hilft dabei, ein Haus entsprechend den individuellen Anforderungen zu bauen.

Ziegel-Rohbau

Bauen mit Ziegel

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Bauen mit Porenbeton


Bauen mit Porenbeton


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Ziegel

Ziegel ist ein jahrtausendealter Baustoff, der in fast allen Kulturen zum Bau von Häusern verwendet wurde. Ziegelsteine werden aus Ton geformt und anschließend im Feuer gebrannt. Je nach Verarbeitung und Herstellung kann das Grundmaterial ganz verschiedene Eigenschaften erhalten.

Ein hoher Anteil an Lochungen, eine genau ausgeklügelte Anordnung der Materialstege und eine zusätzliche Porosierung des Materials ergeben Ziegelsteine, die sich durch hervorragende Wärmedämmung auszeichnen. Besonders schwere Schallschutzziegel werden eingesetzt, um die Schalldämmung vor allem bei Innenwänden zu verbessern. Heute gibt es auch Schallschutzziegel, die geschoßhoch mit Beton ausgefüllt werden und top Schallschutzwerte erreichen!

Neben den herkömmlichen Ziegeln, die einen schützenden Putz oder eine Verkleidung benötigen, gibt es kleinformatige Vormauerziegel für Sichtmauerwerk.

Die heute überwiegend verwendeten großformatigen Ziegel ermöglichen arbeitssparende Verarbeitungsmethoden: Mauersteine mit Mörteltaschen werden dicht, "knirsch" sagt der Profi, aneinander gestoßen, die Mörteltasche wird dann mit flüssigem Mörtel ausgegossen - eine deutliche Erleichterung gegenüber der herkömmlichen Mörtelfuge. Überhaupt keinen Stoßfugenmörtel benötigen verzahnte Ziegel, denn die Zähne greifen an den Stoßfugen ineinander und sorgen so für guten halt und genügend Stabilität.

Sehr maßgenau hergestellte und großformatige Planziegel werden mit Dünnbettmörtel vermauert, wobei eine Mörtelfuge von nur einem Millimeter Dicke entsteht. Die Verringerung der Mörtelfugen ist nicht nur arbeitssparend, sie verbessert auch den Wärmeschutz der meisten Mauersteine, da selbst Leichtmauermörtel weniger wärmedämmend ist als die Mauersteine selbst. Neueste Verarbeitungstechniken der Ziegelindustrie bieten immer wieder weitere Verbesserungen: So wird beim Planziegelmauerwerk heute meistens "getaucht" oder alternativ der Mörtel per Mörtelwalze gleich einige Meter lang aufgetragen.

Neueste Mörtelwalzen bieten eine noch bessere Dünnbett-Verarbeitung, wobei eine Fliesrolle auf der Walze gleich mit abrollt. In der Spezialwalze wird das Flies mit dem Mörtel getränkt und auf die Mauer gebracht. Der Effekt ist eine geschlossene Mörtelfuge (Flies + Mörtel liegen wie doppelseitiges Tesaband auf der Mauer). Das verhindert vertikale Luftzirkulation und verbessert die Wärmedämmung und auch den Schallschutz der Wand nochmals ein Stück.

Porenbeton

Seine typische feine Porenstruktur erhält Porenbeton durch die Herstellung. Diese feine Porenstruktur entsteht, wenn der Rohstoff-Grundmischung aus feinem Sand, Kalk, Zement sowie Wasser spezielle Porenbildner (Aluminiumpulver) zugegeben werden. Der Rohblock wird mit Stahldrähten geschnitten und anschließend unter Dampfdruck in großen Autoklaven gehärtet. Durch den hohen Luftanteil sind Porenbeton - Produkte sehr gut wärmedämmend. Auf den Schallschutz wirkt sich das in Form einer inneren Dämpfung mit einem Bonus von +2 dB gegenüber gleichschweren Baustoffen positiv aus. Der für Haustrennwände geforderte Schallschutz wird bereits durch eine 2-schalige Konstruktion, bestehend aus 2x 17,5 cm Porenbeton + 4 cm Mineralwolle dazwischen, erreicht. Für Wohnungstrennwände in Mehrfamilienhäusern empfiehlt sich aus Schallschutzgründen die Kombination mit Kalksandsteinprodukten.
Im Außenbereich benötigt Porenbeton - wie alle anderen Hintermauersteine auch - immer eine schützende Putzschicht oder Fassadenverkleidung. Um Spannungen aus dem Mauerwerk aufnehmen zu können, muß der Putz immer weicher sein als der Stein darunter. Sämtliche Putzhersteller bieten spezielle Leichtputze für Porenbeton-Mauerwerk an, Zementputze sind hier völlig ungeeignet.

Porenbetonsteine werden rationell und leicht verarbeitet bzw. vermauert. Durchgesetzt haben sich die maßgenau hergestellten Plansteine, die in handelsüblichem Dünnbettmörtel (Zementmörtel der Mörtelgruppe 3) versetzt werden. Der Mörtel wird dabei mit einer gezahnten Kelle (gibt es im Baustoff-Fachhandel) vollflächig aufgezogen. So entstehen Mörtelfugen von 1 bis 3 mm Dicke, die auch für eine bessere Dämmung gegenüber der herkömmlichen Vermauerung in Normal- oder Leichtmauermörtel sorgen. Plansteine mit Nut und Feder benötigen keinerlei Stoßfugenvermörtelung, sie werden wie Planziegel knirsch aneinander gesetzt.
Die Nut- und Federprofilierung bringt den sicheren Halt und vermeidet Wärmebrücken.
Porenbeton ist auch ein ausgezeichneter und beliebter Baustoff für den Selbstbau, da das Material mit der Handsäge oder einer elektrischen Bandsäge leicht zu schneiden ist und im Grunde von jedem Bauherrn mit etwas Geschick sauber und leicht verarbeitet werden kann.

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